Berufung eingelegt
Nicaraguas Ex-Präsident Alemán zu 20 Jahren Haft verurteilt

Wegen Korruption ist Nicaraguas Ex-Präsident Arnoldo Alema'n (57) zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Allerdings darf er die Strafe wegen seines Gesundheitszustandes im Hausarrest verbüßen. Sein Rechtsvertreter legte nach der Urteilsverkündung Berufung ein.

HB MANAGUA. Das Bezirksgericht von Managua sieht es als erwiesen an, dass der ehemalige Staatschef während seiner fünfjährigen Amtszeit (Januar 1997 bis Januar 2002) Staatsgelder in Höhe von mindestens acht Millionen US-Dollar veruntreut und auf eigene Konten sowie Konten seiner Liberalen Partei überweisen lassen hat.

Das Urteil gilt als bahnbrechend, da in dem mittelamerikanischen Land noch nie ein Staatschef wegen Amtsverfehlungen verurteilt worden war. Alemáns Rechtsanwalt verwies darauf, dass die Richterin den oppositionellen Sandinisten angehöre.

Alemán war schon während seiner Amtszeit öffentliche Geldverschwendung, persönliche Bereicherung und Vetternwirtschaft vorgeworfen worden. Sein Nachfolger Enrique Bolaños, der der selben Partei wie Alemán angehörte und jenem als Vizepräsident gedient hatte, ging nach dem Amtsantritt gegen die Korruption vor und gab der Justiz Rückendeckung bei ihren Ermittlungen.

Alemán war im Dezember 2002 festgenommen und unter Hausarrest gestellt worden. Am 11. August dieses Jahres wurde er in ein Gefängnis eingeliefert und Ende November wieder in den Hausarrest entlassen.

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