Besatzungsmächte schießen auf Demonstranten
Soldaten töten mindestens drei Menschen bei Schiiten-Kundgebung

Bei einer Kundgebung radikaler Schiiten in Irak haben Soldaten der Besatzungsmächte das Feuer eröffnet. Mindestens drei Menschen wurden getötet, dutzende Menschen sollen verletzt worden sein.

HB BERLIN. In der irakischen Stadt Nadschaf haben Soldaten der Besatzungstruppen am Sonntag eine Kundgebung schiitischer Demonstranten beschossen. Dabei wurden mindestens drei Menschen getötet und dutzende verletzt. Dies teilte ein örtlicher Arzt mit.

An der Demonstration hatten tausende Anhängern des radikalen Schiitenführers Moktada Sadr teilgenommen. Sie seien auf dem Weg zum Hauptquartier der spanischen Truppen außerhalb der Stadt gewesen, sagte ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP.

Die Schiiten beschuldigen die spanischen Truppen, den Leiter des Moktada-Sadr-Büros in Nadschaf, Mustafa el Jaakubi, am Samstag festgenommen zu haben. Ein Sprecher der spanischen Brigade erklärte dagegen, seine Truppen hätten an der Militäraktion nicht teilgenommen.

Bereits am Samstagabend waren in Bagdad zwei Anhänger von Sadr bei einer Demonstration von Panzern überfahren worden. Auch die dortigen Proteste hatten sich gegen die Festnahme des Mitarbeiters sowie gegen das Verbot einer Zeitung Sadrs durch die US-Besatzungsmacht gerichtet. Die USA werfen Sadr Aufstachelung zur Gewalt vor.

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