Beschäftigten wurde vorsichtshalber Antibiotika angeboten
Pentagon findet kein Anthrax in Briefverteilstellen

Nach dem Anthrax-Alarm in einer Poststelle des US-Verteidigungsministeriums am Montag sind keine weiteren Hinweise auf den Milzbranderreger mehr entdeckt worden.

HB WASHINGTON. Wie das Pentagon am späten Dienstagabend mitteilte, seien 70 Proben aus der Poststelle und weiteren Einrichtungen in und um das Verteidigungsministerium in Washington negativ auf Anthrax getestet worden. Dennoch wolle man weitere Untersuchungen abwarten, bevor man die gesperrten Gebäude wieder freigebe, teilte das Ministerium mit. In der Postverteilstelle des US-Verteidigungsministeriums hatten am Montag automatische Sensoren den Milzbranderreger angezeigt. Das Gebäude war daraufhin evakuiert worden. Am Dienstag wurde auch eine Postdienststelle in Washington vorsichtshalber geschlossen.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wird die Post in der Verteilstelle seit Jahren routinemäßig bestrahlt, um mögliche biologische Kampfstoffe wie Milzbrandbakterien abzutöten. Dennoch sei es möglich, dass auch nach der Bestrahlung noch Alarm ausgelöst werde, wenn sich entsprechende Erreger in der Post befunden haben. In der Poststelle des Pentagons sind 175 Menschen beschäftigt. Weitere 100 Menschen könnten während des Zustellprozesses mit der fraglichen Sendung in Berührung gekommen sein, teilte das Pentagon mit. Allen wurde angeboten, vorsorglich Antibiotika zu nehmen und sich ärztlich untersuchen zu lassen.

Kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hatten mehrere mit Anthrax verseuchte Drohbriefe an der amerikanischen Ostküste Schrecken verbreitet. Fünf Menschen starben, nachdem sie mit den Milzbrand-Sporen in Kontakt gekommen waren, 17 Menschen erkrankten, erholten sich aber wieder. Von dem Täter fehlt bis heute jede Spur.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%