Beschlagnahmung
Thailand will für Prinzenjet nicht zahlen

Thailand weigert sich, die Kaution von 20 Millionen Euro für das in München beschlagnahmte Flugzeug zu zahlen. Außenminister Piromya zeigt sich kämpferisch und kündigte eine Auseinandersetzung bis zur letzten Instanz an.
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BangkokThailand lehnt die Zahlung einer Kaution von 20 Millionen Euro für ein in München beschlagnahmtes Flugzeug von Kronprinz Maha Vajiralongkorn ab. Außenminister Kasit Piromya zeigte sich am Donnerstag zuversichtlich beweisen zu können, dass die Boeing 737 Privateigentum des Königssohns sei und nicht der Regierung gehöre. Das mache die Zahlung der 20 Millionen Euro überflüssig. Kasit, der wegen der Pfändung der Maschine eigens nach Berlin gereist war, gab sich kämpferisch und kündigte eine Auseinandersetzung bis zur letzten Instanz an. Die vom Insolvenzverwalter der einstigen Walter Bau veranlasste Beschlagnahme des Flugzeugs hat zu diplomatischen Verstimmungen zwischen beiden Ländern geführt.

Das Landgericht Landshut hatte den Jet am Mittwoch gegen eine Kaution von 20 Millionen Euro freigegeben. Auf die Sicherheitsleistung könne wegen des berechtigten Interesses von Insolvenzverwalter Werner Schneider nicht verzichtet werden, entschied das Gericht. Schneider hatte den Jet auf dem Münchner Flughafen festsetzen lassen, um damit offene Rechnungen des Baukonzerns einzutreiben. Thailand hat nach Schneiders Angaben einen vor über 20 Jahren gebauten Autobahnabschnitt bis heute nicht bezahlt. Mehrere Gerichte hatten ihm Recht gegeben, Thailand bestreitet allerdings, dass der Rechtsweg schon ausgeschöpft ist.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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