Beschleunigte Machtübergabe begrüßt
USA verstärken Angiffe im Irak

Die USA haben als Reaktion auf den anhaltenden Widerstand im Irak ihre Angriffe auf vermutete Widerstandsnester verstärkt. US-Präsident George W. Bush bekräftigte am Freitag, seine Truppen solange im Irak zu lassen, bis das Land „frei und friedlich“ sei.

HB BAGDAD. Im Rahmen ihres neuen Einsatzes gegen Freischärler unter dem Namen „Eiserner Hammer“ griff die US-Armee ein Lager bei Tikrit und Ziele am Bagdader Flughafen an. Einem US-Offizier zufolge gibt es immer mehr Hinweise, dass irakische Kämpfer ihre Angriffe auf US-Truppen über lange Distanzen hinweg koordinieren. Uno-Generalsekretär Kofi Annan begrüßte die Ankündigung der USA, die Machtübergabe an Iraker beschleunigen zu wollen.

Nach Einbruch der Dunkelheit griff die US-Luftwaffe am Freitag Ziele in der Nähe des Flughafens von Bagdad an. Rund um den Flughafen und im Südwesten der Stadt waren mehrere Explosionen zu hören. Der Einsatz „Eiserner Hammer“ läuft seit Mittwoch.

Bei Tikrit im Nordirak hatte zuvor ein US-Kampfhubschrauber auf eine Gruppe von Freischärlern gefeuert, die Armeeangaben zufolge während eines Erkundungsfluges entdeckt wurden. Die Männer hätten einen Raketenangriff auf ein US-Lager in der Nähe der Stadt - der Heimatstadt des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein und eine Hochburg des Widerstands gegen die Besatzungstruppen - vorbereitet. Sieben Iraker seien getötet worden, einer verwundet. Bei Razzien in Tikrit und im weiter nördlich gelegenen Mossul nahmen US-Truppen Dutzende mutmaßliche Guerillakämpfer gefangen.

Ein Sprecher der US-Armee sagte, es gebe Hinweise, dass sich Zellen aus zwölf Freischärlern in Vierer-Gruppen aufteilten, die dann im „sunnitischen Dreieck“ nördlich und westlich von Bagdad Angriffe starteten.

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