Beschluss der EU-Umweltminister
Neue Grenzwerte für Badegewässer

Neue Grenzwerte für die Verschmutzung von Badegewässern haben die Umweltminister der 25 EU-Staaten beschlossen. Sie einigten sich in Luxemburg auf strengere Vorgaben für die Küstengewässer.

HB LUXEMBURG. Zwar sollen künftig nur noch 2 statt bisher 19 Messwerte in die Analyse einfließen. Damit konzentriere sich die EU aber auf jene Krankheitserreger, die für Badende besonders schädlich seien, sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne).

An Badestellen in Küstengewässern dürfen nach der neuen Richtlinie höchstens 200 Messeinheiten Enterokokken und 500 Messeinheiten Kolibakterien enthalten sein. Für Binnengewässer gelten weiterhin 360 beziehungsweise 900 Messeinheiten. „Hier hat Deutschland gegen den Widerstand der meisten anderen Mitgliedstaaten eine Verschlechterung verhindern können“, erklärte das Umweltministerium. Trittin sagte, wegen schmutziger Einträge aus der Landwirtschaft seien die Binnengewässer das eigentliche Problem.

Die Konzentration auf Enterokokken und Kolibakterien ist laut Ministerium „aussagekräftiger als die bisherigen mikrobiologischen Parameter“. Unter anderem wurden für den jährlichen EU-Bericht zur Qualität der Badegewässer bisher auch Salmonellen, Ph-Wert, Färbung, Öllachen und Schwermetalle im Wasser untersucht. „Wenn sie viel zu messen haben, wird nur an wenigen Stellen gemessen“, meinte Trittin dazu. Die neue Richtlinie verpflichte die EU-Staaten zur umfassenden Information. Zudem sollen sie Verschmutzungen auf den Grund gehen.

Zu den drei Badegewässer-Kategorien exzellent, gut und schlecht kommt nach der neuen Richtlinie ein akzeptabel hinzu. Wirksam wird dies alles aber erst in einigen Jahren - die Übergangsfristen laufen nach Diplomatenangaben bis 2015. Wer beim Baden ganz sicher gehen will, muss sich deshalb an den Rat einer Badegewässer-Expertin in Brüssel halten: „Köpfchen oben halten beim Schwimmen!“

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