Beschränkungen
USA planen stärkere Kontrolle von Europäern

In einem Zeitschrifteninterview kündigte US-Heimatschutzminister Chertoff an, Europäische Touristen bei der Einreise in die USA künftig schärfer zu kontrollieren. Auch beim Streit mit der EU um die Weitergabe von Passagierdaten zeigte er sich unnachgiebig.

HB HAMBURG. Die USA wollen die Einreisemodalitäten für Europäer offenbar verschärfen. Heimatschutzminister Michael Chertoff erklärte in einem Interview des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“: „Wir möchten den Sicherheitsstandard durch eine elektronische Reisegenehmigung erhöhen.“

Laut „Spiegel“ müssen sich Reisende künftig ohne Visum 48 Stunden vor Abflug in den USA online registrieren lassen und einen Fragebogen ausfüllen. Zur Begründung nannte Chertoff die Gefahr durch islamistische Extremisten in Europa: „Wenn wir die Bereiche identifizieren, wo wir verwundbar sind, wird klar, dass die Visafreiheit für Europäer dazugehört.“

Gleichzeitig machte Chertoff deutlich, dass die USA im Streit mit der EU über Passagierdaten nicht nachgeben wollen: „Letzten Endes werden die Europäer erkennen müssen, dass wir die Entscheidung, wen wir in unser Land lassen, niemals einer anderen Regierung anheim stellen werden.“

Chertoff warnte in diesem Zusammenhang vor den Konsequenzen, wenn die USA die Daten künftig nicht mehr verwenden dürften und es in den USA zu einem neuen Anschlag käme: „Was würden die Angehörigen der Opfer sagen? Sie würden uns vorwerfen: Sie haben den Tod meiner Familie verursacht.“

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