Bessere Beziehungen zu Deutschland und Frankreich angestrebt
Zapatero geht auf Schmusekurs

Der designierte spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero hat angekündigt, die Beziehungen zu Deutschland und Frankreich nach den Differenzen in der Irak-Politik wieder verbessern zu wollen.

HB MADRID. „Meine Regierung will vom ersten Tag an versuchen, und ich hoffe mit Erfolg, die Beziehungen zu Frankreich und Deutschland und allen anderen Ländern der Europäischen Union wieder auf eine hervorragende Basis zu stellen“, sagte der Sozialisten-Chef am Montag nach dem Sieg seiner Partei bei der Parlamentswahl. Zudem solle seine Kritik an der Irak-Politik der USA auch das Verhältnis zu der Regierung in Washington nicht beeinträchtigen. „Meine Regierung will freundschaftliche Beziehungen zu allen Regierungen der Welt aufrechterhalten, natürlich auch zu den Vereinigten Staaten“, sagte Zapatero.

Der 43-Jährige hatte zuvor erklärt, er wolle die rund 1 300 im Irak stationierten Soldaten seines Landes abziehen, die dort die von den USA geführten Besatzungstruppen unterstützen. Ein Sprecher der US-Zivilveraltung im Irak nannte die Rolle der spanischen Soldaten in dem Golfstaat äußerst wichtig. „Offensichtlich ist Spanien ein wertvolles Mitglied der Koalition“, sagte er. Die US-Regierung werde sich wahrscheinlich im Laufe des Tages dazu äußern.

Die Regierung des scheidenden konservativen Ministerpräsidenten Jose Maria Aznar war einer der wichtigsten Verbündeten der USA im Irak. Aznar hatte gegen eine Mehrheit der Bevölkerung den Krieg unterstützt, was Experten zufolge maßgeblich zu der Niederlage seiner Volkspartei bei der Wahl am Sonntag beigetragen hat.

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