Bessere Koordination zwischen den Geberstaaten nötig
Milliardenspritze für Kampf gegen Aids

HB LONDON. 29 Staaten wollen den weltweiten Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids und andere Seuchen in den kommenden beiden Jahren mit rund 3,7 Mrd. $ (knapp drei Mrd. €) unterstützen. Entsprechende Zusagen machten sie nach Angaben des Globalen Hilfsfonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria am Dienstag bei einer internationalen Konferenz in London.

UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte als Vorsitzender des Gebertreffens, mit den Geldern könnten umfassende Hilfsprogramme finanziert werden. Die Zusagen seien eine „wichtige Quelle der Hoffnung und Ermutigung für die Zukunft“ und ließen auf „bedeutende Fortschritte“ bei der Eindämmung dieser Infektionskrankheiten hoffen.

Teilnehmer des Treffens betonten, dass eine bessere Koordination zwischen den Geberstaaten nötig sei, um einen effektiven Einsatz der Mittel sicherzustellen. „Wir investieren mehr in den Globalen Fonds, weil die Anforderungen steigen, mit diesen Krankheiten fertig zu werden“, wurde der britische Entwicklungshilfeminister Hilary Benn zitiert. „Es ist nötig, dass der Globale Fonds seine Arbeit fortsetzt und das Geld dahin schaffen kann, wo es gebraucht wird.“

Mit den Zusagen hat der Fonds nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte der rund sieben Mrd. $ zusammen, die er für seine Arbeit in den kommenden beiden Jahren braucht. Eine weitere Konferenz ist für Juni 2006 geplant. Seit seiner Gründung im Jahr 2002 hat der Fonds 3,5 Mrd. Dollar aufgebracht. Damit wurden mehr als 300 Programme in 127 Ländern finanziert, rund 60 % davon in Afrika.

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