"Bessere Perspektiven für den Irak"
Zapatero ruft zum Abzug aus dem Irak auf

Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hat die Länder der internationalen Koalition aufgerufen, dem Beispiel Spaniens zu folgen und sich ebenfalls aus dem Irak zurückzuziehen.

HB MADRID. „Dies würde bessere Perspektiven für den Irak eröffnen“, sagte er nach spanischen Presseberichten vom Freitag bei einem offiziellen Besuch in Tunesien. Eine friedliche Lösung des Konflikts sei nur auf dem Wege des Dialogs möglich, nicht mit einem Krieg, kritisierte Zapatero die Politik der USA. Spanien hatte seine 1 300 Soldaten wenige Monate nach dem Wahlsieg der Sozialisten (PSOE) im vergangenen März aus dem Irak abgezogen.

Der Terrorismus sei zwar durch nichts zu rechtfertigen. „Es gibt aber Antworten, die die Gewalt verringern helfen und solche, die sie vermehren“, ergänzte er. So sei seinerzeit behauptet worden, die Irak-Intervention würde zum Frieden zwischen Israel und den Palästinensern beitragen. Doch nun sei die Lage noch schlimmer als zuvor. Der von den USA und seinen Alliierten beschrittene Weg sei völlig falsch gewesen.

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