Bestätigung der Polizei - Ist das die Wende?
Neuer Verdächtiger im Mordfall Lindh gefasst

Der seit über einer Woche inhaftierte Verdächtige im Mordfall Anna Lindh ist wieder auf freiem Fuß - dafür hat die Polzei einen weiteren verdächtigten Mann gefasst.

HB STOCKHOLM. Die schwedische Polizei hat am Mittwoch zwei Wochen nach der Ermordung der schwedischen Außenministerin Anna Lindh einen neuen Hauptverdächtigen inhaftiert und den bisherigen freigelassen. Die zuständige Staatsanwältin Agneta Blidberg sagte in Stockholm bei einer Pressekonferenz, gegen den vor mehr als einer Woche inhaftierten 35-jährigen Schweden gebe es keinerlei Verdachtsmomente mehr.

Sie verweigerte ebenso wie Fahndungschef Leif Jennekvist jede Auskunft zu den Hintergründen für die Wende bei den Ermittlungen. Beide Männer hätten nichts miteinander zu tun, erklärte Jennekvist.

Gegen den nunmehr inhaftierten Mann will die Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft wegen eines „wahrscheinlichen Verdachts“ beantragen. Dies ist nach schwedischem Recht die schärfere von zwei Möglichkeiten gegenüber dem „angemessenen Verdacht“. Dieser Terminus wurde gegen den bisher verdächtigten Mann verwandt.

Völlig offen blieb, ob die Polizei inzwischen über technische Beweise wie DNA-Analysen von der Tatwaffe, einem Jagdmesser, oder Kleidungsstücken des Opfers und des Täters verfügt. Lindh war am 10. September im Stockholmer NK-Kaufhaus niedergestochen worden, als sie ohne Bewachung zusammen mit einer Freundin Kleidung für einen TV- Auftritt einkaufen wollte.

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