Bestechung von Zeugen
Berlusconi droht neuer Prozess

Der Ausschluss aus dem italienischen Senat könnte für Silvio Berlusconi noch immer nicht das Ende der Prozessflut sein. Im „Ruby“-Prozess soll Italiens früherer Regierungschef Zeugen bestochen haben.
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RomZwei Tage nach seinem Ausschluss aus dem Senat muss Silvio Berlusconi den nächsten Rückschlag hinnehmen: Dem früheren italienischen Regierungschef drohen Ermittlungen wegen des Verdachts der Korruption. Berlusconi soll nach Ansicht eines Mailänder Gerichts im „Ruby“-Prozess um Sex mit minderjährigen Prostituierten Zeugen bestochen haben. Der 77-Jährige war in dem Verfahren im Juni in erster Instanz zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Nach Ansicht der Richter sollen Berlusconi und seine Anwälte den Frauen, die im „Ruby“-Prozess ausgesagt haben, Geld bezahlt haben, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten schriftlichen Urteilsbegründung zu einem anderem Prozess in der „Ruby“-Affäre hervor. In dem Verfahren waren im Juli drei Vertraute Berlusconis verurteilt worden, weil sie die Prostitution in seiner Villa begünstigt und organisiert haben sollen.

Berlusconis am Mittwoch beschlossener Rauswurf aus dem Senat löst indessen bei einem Großteil der Italiener Erleichterung aus. 62 Prozent begrüßen die Entscheidung, wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ixè im Auftrag des Fernsehsenders Rai unter 1000 Italienern hervorgeht. 67 Prozent der Befragten glauben demnach, dass Berlusconi weiter in der Politik bleiben wird.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Bunga-Bunga Berlusconi
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    "Mit dem Verlust des politischen Amtes hat Silvio Berlusconi auch seine politische und rechtliche Immunität verloren."
    Er hat die "kleinen Mädchen" mit monatlich bis zu 3.000€ bestochen, damit sie nichts negatives gegen ihn aussagen. Seine "Anwälte" haben sie gut abgerichtet.
    Jetzt versucht er, ins EU-Parlament zu kommen.

    "Inzwischen versucht er auf einem Umweg über das Ausland ins EU-Parlament zu gelangen. Im Ausland gilt das italienische Gesetz nicht, das rechtskräftig Verurteilten eine politische Kandidatur verbietet. Zugleich würde ein Sitz im EU-Parlament Berlusconi vor weiteren Verfolgungen vonseiten der Justiz schützen. Angeblich soll er eine Kandidatur in Estland planen."
    Quelle: me-magazine
    http://me-magazine.info/2013/11/30/berlusconi-muss-mit-prozessen-rechnen-und-versucht-immunitaet-zu-retten/

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