Bestechungsvorwurf
Gegen Berlusconi wird wieder ermittelt

Gegen den italienischen Ministerpräsidenten und Fernseh-Unternehmer Silvio Berlusconi wird erneut wegen des Vorwurfs der Bestechung ermittelt.

HB MAILAND. Es bestehe der Verdacht, dass Berlusconi in einem Justizstreit Falschaussagen eines britischen Anwalts bezahlt habe oder Zahlungen dafür angeordnet habe, berichteten italienische Medien. Berlusconi wollte sich dazu am Mittwoch nicht äußern.

Es gehe bei dem Justizstreit um Geschäfte mit Filmrechten in Höhe von mehreren hundert Mill. €, hieß es weiter. Bereits Ende Februar war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft in der Angelegenheit wegen des Verdachts des Betruges und der Bilanzfälschung gegen Berlusconi ermittelt. Berlusconi wollte am Mittwoch Zeitungsberichte nicht bestätigen, wonach er der Staatsanwaltschaft vorwerfe, das Thema aus politischen Gründen zu lancieren, weil Anfang April wichtige Regionalwahlen anstehen.

Erst im Dezember war Berlusconi in einem Prozess wegen Richterbestechung in erster Instanz freigesprochen worden, teilweise wegen Verjährung. In den vergangenen Jahren liefen zeitweise ein halbes Dutzend Verfahren gegen ihn, die zwei Mal in erster Instanz mit Gefängnisstrafen endeten. Allerdings wurden einige Prozesse später eingestellt, einige endeten mit Freispruch, andere mutmaßliche Straftaten verjährten. Berlusconi hält den Anklagebehörden in Mailand immer wieder vor, sie führten eine Kampagne gegen ihn, um seine Mitte-Rechts-Regierung zu stürzen.

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