Besuch in Athen
Merkel spricht Unternehmern Mut zu

Bei ihrem Besuch in Athen erinnert Angela Merkel an ihre Herkunft aus Ostdeutschland. Sie vergleicht die Probleme Griechenlands mit der Lage in Deutschland rund um die Wiedervereinigung – und macht Unternehmern Mut.
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AthenBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Griechen Mut für die Zukunft gemacht. Griechenland habe „mehr Chancen als Probleme“, sagte sie am Freitag bei einer Pressekonferenz mit ihrem griechischen Kollegen Antonis Samaras in Athen. Sie lobte das Land für seine harten Sparmaßnahmen. Diese hätten sich gelohnt und die Rückkehr Griechenlands an die Finanzmärkte sei ein „Zeichen, dass das Vertrauen zurückgekehrt ist“.

Nach mehreren Jahren am Tropf der internationalen Geldgeber hatte sich Griechenland am Donnerstag selbst wieder frisches Geld besorgt: Bei der Ausgabe von Staatsanleihen mit einer Laufzeit von fünf Jahren nahm das Land drei Milliarden Euro ein. Merkel sprach angesichts dessen von einem „wichtigen Tag“.

Trotz der Reformen, unter denen viele Griechen bis heute litten, sei der Weg „noch weit“, fuhr Merkel fort. Es müssten nun die nötigen Bedingungen geschaffen werden, „dass die Wirtschaft wieder zeigen kann, was in ihr steckt“. Griechenland und der griechischen Bevölkerung sicherte die Kanzlerin dabei weiterhin Unterstützung zu. So will sich Deutschland etwa mit einem Globaldarlehen in Höhe von 100 Millionen Euro an einer geplanten Förderbank für kleinere Unternehmen beteiligen. Sie soll nach dem Vorbild der deutschen KfW-Bank günstige Kredite an kleine und mittlere Unternehmen vergeben und so die Wirtschaft ankurbeln.

Die geplante Vereinabrung von Merkel und Samaras ist eine Zwischenlösung, um das ins Stocken geratene Projekt Förderbank voranzubringen. Im vergangenen Juli hatte bereits Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) eine Beteiligung an der „Institution for Growth“ zugesagt. Der deutsche Beitrag soll über die KfW fließen. Neben Deutschland planen unter anderem auch die EU, die Europäische Investitionsbank (EIB) und Frankreich sich zu beteiligen. Doch die Vorbereitungen kommen seit Monaten nur langsam voran. Deshalb wolle man nicht weiter warten und nun bilateral mit Griechenland vorangehen, hieß es in Berlin. Dadurch steigt auch der Druck auf die anderen Beteiligten.

Allerdings steht auch eine schnelle Überweisung aus Deutschland noch vor einem Problem. Der Beitrag der KfW soll durch den Bundeshaushalt von Schäuble abgesichert werden. Wegen des Regierungswechsels wird der Haushalt 2014 allerdings erst Anfang Juli in Kraft treten. Das Bundesfinanzministerium prüfe nun Optionen, wie sich die KfW trotzdem schon vorher beteiligen könne, hieß es. Man sei an einer Beschleunigung interessiert.

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„Mehr Möglichkeiten als Schwierigkeiten“

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  • Es ist ganz einfach. Griechenland hat sich durch Lügen in die EU geschmuggelt.Die Finanzlage ist katastrophal. Man verlangt von dem griechischen Pöbel monstruöse Opfer, nur damit Griechenland in der EU bleiben soll, damit der EU-Traum dieser irren EU-Psychopathen nicht zugrunde geht und der EURO weiterbesteht. Ich bin fest davon übezeugt, dass Griechenland ohne die EU viel besser da stünde. OK, sie hätten eine schwache Währung, aber dafür bessere Exporte, eine florierende Tourismusbranche und todsicher weniger Arbeitslose. Aber es gibt einen Haken: der EURO würde wegen der Spekulation gegen andere Peripheriestaaten zugrunde gehen. Das ist die Wahrheit.

  • Betrug wird mit Dr. h.c. belohnt in Deutschland.

    Abartig. Merkel hilft ihren "Freunden".

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    Die ARD kann einfach nur Doofe Filme machen. Primitive Szenen, Blasmusik im Hintergrund - Dummheit pur.

    Der Krimi "Frauchen und die Deiwelsmilch" sagt schon vom Titel her, dass hier wieder ein Dummheits-Krimi angesagt ist, obwohl Daniela Katzenberger durchaus für intelligente Rollen geeignet wäre, für einen echten spannenden Krimi.

    Aber das kann ARD nicht.

  • Merkel: "Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Mut Bla Bla Bla" Alles klar ? "Sabbel Sabbel Sabbel Sabbel Sabbel Sabbel Sabbel".

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