Besuch in Indien
Merkel rührt Werbetrommel für deutsche Wirtschaft

Mit 1,2 Milliarden Einwohnern ist Indien die größte Demokratie der Welt - und begehrter Wirtschaftspartner. Und so preist Merkel in Neu-Delhi deutsche Waren an - etwa das Kampfflugzeug Eurofighter.
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Neu-DelhiBundeskanzlerin Angela Merkel hat die ersten deutsch-indischen Regierungskonsultationen als Erfolg gewertet. Das Treffen markiere einen „neuen qualitativen Schritt in der Ausgestaltung unserer strategischen Partnerschaft“, sagte Merkel zum Abschluss der mehrstündigen Beratungen am Dienstag in Neu-Delhi. Die Konsultationen seien sehr konkret und sehr präzise verlaufen.

Deutschland und Indien bekräftigten im Rahmen der Konsultationen ihren Willen zum Ausbau des Handels zwischen beiden Ländern und brachten zahlreiche Projekte auf den Weg. Ziel ist es, das Handelsvolumen von derzeit rund 15 Milliarden auf 20 Milliarden Euro im kommenden Jahr zu erhöhen. Weitere Kooperationen wurden in den Bereichen Forschung, Bildung und Technologie verabredet.

Geleitet wurden die Konsultationen von Merkel und dem indischen Ministerpräsidenten Manmohan Singh. Von deutscher Seite nahmen Verteidigungsminister Thomas de Maizière, Innenminister Hans-Peter Friedrich, Bildungsministerin Annette Schavan (alle CDU) sowie Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) teil. Auch eine Wirtschaftsdelegation war mit in die indische Hauptstadt gereist.

126 Kampfflugzeuge für 10 Milliarden Dollar

Ein Thema des Treffens war auch der Eurofighter. Deutschland und der EADS-Konzern wollen Indien 126 dieser Kampfflugzeuge im Wert von rund 10 Milliarden Dollar verkaufen. Ein Abschluss wurde erwartungsgemäß nicht erzielt, aber Merkel zeigte sich zuversichtlich. „Ich glaube, dass wir ein gutes Angebot auf den Tisch gelegt haben“, sagte die CDU-Vorsitzende. Sie habe keinen Zweifel, dass dieses Angebot fair geprüft werde.

Indien hat seine starke Stellung als aufstrebende Wirtschaftsnation in den vergangenen Jahren immer weiter ausgebaut. So betrug das Wirtschaftswachstum zuletzt 8,5 Prozent, selbst im Krisenjahr 2009 erwirtschaftete das Land mit seinen 1,21 Milliarden Einwohnern ein Realwachstum von 6,8 Prozent.

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