Besuch in München
Samaras hofft auf Neuanfang der deutsch-griechischen Beziehungen

Der griechische Regierungschef hat vor seinem Besuch in München die Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Griechenland betont. Beide Seiten könnten „eine Menge gewinnen“, wenn sie miteinander sprächen.
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MünchenVor seinem Besuch in München hat der griechische Regierungschef Antonis Samaras die Hoffnung auf einen Neuanfang in den Beziehungen zu Deutschland geäußert. „Ich komme als Freund“, sagte Samaras dem „Münchner Merkur“ (Samstagsausgabe). „Wir sind Partner, teilen dieselben Werte und Ideale.“ Beide Seiten hätten nichts voreinander zu verbergen, „aber eine Menge zu gewinnen, wenn wir miteinander sprechen. Ich freue mich auf einen Neuanfang in unseren Beziehungen.“

Zugleich kündigte Samaras einen „harten Kampf“ um die Sanierung seines Landes an. „Unser klares Ziel ist es, eine Pleite zu vermeiden. Wir wollen als Staat unsere Kreditwürdigkeit zurückerlangen“, sagte er. Griechenland habe die Aufgabe, sich als verlässlich zu erweisen. Er sei jedoch zuversichtlich, dass es Ende 2013 einen Aufschwung geben werde.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) empfängt Samaras am Sonntagabend zu einem Arbeitsessen in München. Thema des Gesprächs sollen die aktuellen Hilfen für das überschuldete Griechenland sein.

Führende CSU-Politiker hatten in den vergangenen Monaten mehrfach den Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone gefordert. Die CSU lehnt einen weiteren Schuldenschnitt zugunsten Griechenlands ab, Samaras hält diese in Deutschland zuletzt intensiv diskutierte Maßnahme nach jüngsten Aussagen allerdings auch nicht mehr für nötig.

 
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Besuch in München: Samaras hofft auf Neuanfang der deutsch-griechischen Beziehungen"

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  • @alle
    @hafnersp

    Wichtige Meldung aus GR.

    Der Geologe Foskolos gibt heute in einem Interview des Senders SKAI an, dass es bereits in 1986 wissenschaftliche Arbeiten wegen der Erdöl- und Gasvorkommen in der südlichen Ägäis gegeben habe. Diese Arbeiten wurden dann auf Anordnung der durchführenden amerikanischen Mineralölgesellschaft(en) sehr plötzlich eingestellt, es wurde stattdessen in Libyen weiter gearbeitet.

    Das Erdöl- und Gasvorkommen reicht etwa von der südlichen Ägäis (südlich von Zypern) bis fast an das Ionische Meer heran. Es handelt sich um ein riesiges Feld, etwa doppelt so groß wie das Feld in Saudi Arabien, das in diesem geographischen Bereich bisher als das Größte galt. Der Wert dürfte ca.

    -- 600 MILLIARDEN Euro --

    betragen. Die Förderung sei sehr einfach zu bewerkstelligen, da das Vorkommen bereits bei U-Boot-Aufnahmen deutlich zu sehen gewesen sei.

    Der Geologe Foskolos gab im Interview an, er sei selbst als Wissenschaftler dabei gewesen, er sei nun alt und habe nichts mehr zu befürchten und deswegen sei er bereit, dies alles zu erzählen. Er habe auch bereits mit jedem der wichtigen griechischen Politiker über die Sache gesprochen.

    (Vielleicht meint Samaras DAS, wenn er von einer Verbesserung der Lage ab Ende 2013 spricht...)

  • Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt...

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