Besuch in Washington: US-Politiker haben bei Gabriels Besuch andere Sorgen

Besuch in Washington
Gabriel sucht Hilfe in Sachen Türkei

  • 8

US-Politiker haben bei Gabriels Besuch andere Sorgen

Gabriel hätte sich für seinen US-Besuch keinen heikleren Zeitpunkt aussuchen können. Am Mittwochabend hatte sein amerikanischer Amtskollegen Rex Tillerson schließlich ganz andere Sorgen: Sein Dienstherr sorgt in diesen Tagen für weltweite Wirren in der Diplomatie.

Berichte über US-Präsident Donald Trumps Weitergabe von Geheimdienst-Dokumenten an die Russen und seine Einmischung in die Ermittlungen gegen den mittlerweile geschassten Sicherheitsberater Michael Flynn lassen immer mehr Zweifel an dessen Eignung für das Präsidentenamt aufkommen. All dies ließ am Mittwoch auch die Börse abstürzen.

Am Mittwoch wurde der ehemalige FBI-Direktor Robert Mueller als Sonderbeauftragter gerufen, die russische Einmischung in die Wahlen von 2016 und mögliche Verwicklungen von Trump und seinem Team in die Angelegenheit zu untersuchen.

Auch Gabriel konnte die Schwierigkeiten in den USA nicht ignorieren: Er hatte im Vorfeld verlauten lassen, es gebe verschiedenes, was ihn „irritiere“. Dabei war die Lage auch schon ohne die jüngsten Entwicklungen angespannt genug: Trump macht seit einiger Zeit Druck auf Deutschland, seinen Verpflichtungen nachzukommen und die Ausgaben für Verteidigung zu erhöhen; Gabriel dagegen hatte den Besuch von Ivanka Trump in Deutschland ein Beispiel für Vetternwirtschaft genannt.

Gabriel war bereits wenige Tage nach seinem Amtsantritt Anfang Februar in den USA. Am Donnerstag will er im Weißen Haus auch den Sicherheitsberater Trumps, Herbert Raymond McMaster, treffen. Anschließend reist er in die ehemalige Stahlmetropole Pittsburgh weiter, die als Beispiel für einen gelungenen Strukturwandel gilt. Am Abend geht es nach Mexiko.

Seite 1:

Gabriel sucht Hilfe in Sachen Türkei

Seite 2:

US-Politiker haben bei Gabriels Besuch andere Sorgen

Katharina Kort
Katharina Kort
Handelsblatt / Korrespondentin
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Besuch in Washington: Gabriel sucht Hilfe in Sachen Türkei"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Bedeutet das Betteln des AM bei den USA nicht,

    - dass dieser AM keine direkte Außenpolitik mit der Türkei mehr betreiben will, nachdem er letzte Woche von seinem türkischen Amtskollegen gründlich für dumm verkauft worden ist (was für den Türken sicher eine der leichteren Übungen war)?

    - das unser nationalbewusste AM gar nicht will, dass unsere militärische Präsenz in der unverzichtbaren Türkei aufgegeben wird und anderslautende Gequatsche vor seinem Besuch bei Tillerson nur das übliche allgemein verdummende politische „vermeintliche“ Aufjaulen als inszenierte „Empörung“ für den Wahl-Michel war?

  • Eines der stärksten wirtschaftlichen Länder , Verdienst von Unternehmen und Bürgern leistet sich eine politische Elite , die in jedem Land vom Hof gejagt
    würde. Das Gabriel jetzt in Amerika um Hilfe bettelt in der Türkei BW Frage,
    ist so peinlich, zumal Amerikaner einen Schutzschirm um ihre Jungs immer
    stehen haben. Ein Erdogan würde wenn er das mit Amerikanischen Soldaten gemacht hätte, schlimme Probleme bekommen.

    Aber hier prügeln fast alle auf unsere Jungs ein und noch mal Soldaten, ihr seit allein da draußen wo Tod und Verletzungen warten. Diese Regierung und die Opposition
    sind ebenfalls eure Feinde im Inneren. Wie man gestern wieder im Ersten gesehen hat, da haben alle sogenannten Politiker in der Runde gezeigt , dass sie einen Wettkampf gestartet haben, wer als erstes Deutschland abschafft.

    Ein Gewürge auf Fragen die Deutschland betreffen, dass man sah das keine Partei dabei ist diese zu wählen. Sie wohnen hier nur weil sie hier geboren sind sonst ist auch Mogadischu in Ordnung. Sind sie gerne Deutscher?.Was ist das? Leitkultur
    wozu . und und und.

  • Herr Turgay Sanac@Leider liegen sie bei einigen Sachen richtig. Die deutsche Regierung ist völlig unfähig und daher auf der Welt isoliert. Herr Gabriel ist ohnehin nicht gesellschaftsfähig und kann eigentlich nur noch zu Kim reisen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%