Besuch von Abbas
Trump sieht „sehr gute Chance“ für Nahost-Frieden

Seit Jahrzehnten beißen sich US-Präsidenten an einer Friedenslösung für den Nahen Osten die Zähne aus. Doch Trump ist zuversichtlich, dass er es schaffen kann. Er möchte eine Vereinbarung zwischen den Konfliktparteien.
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WashingtonDie USA wollen sich nach den Worten von Präsident Donald Trump energisch für einen Nahost-Frieden einsetzen. Er werde alles tun, was nötig sei, um ein Abkommen zwischen den Palästinensern und Israel zu erreichen, sagte Trump am Mittwoch dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas. Seiner Ansicht nach gibt es eine „sehr, sehr gute Chance“ für eine Vereinbarung zwischen den beiden Konfliktparteien.

„Wir wollen Frieden herstellen“, sagte Trump nach dem Treffen mit Abbas im Weißen Haus. Und: „Wir werden es hinbekommen.“

Details nannte Trump nicht, er erklärte aber, dass die USA gerne als Vermittler agieren wollten. Er habe von vielen gehört, dass die Vermittlung eines Friedensabkommens möglicherweise die schwierigste Aufgabe überhaupt sei. „Lassen Sie uns sehen, ob wir ihnen das Gegenteil beweisen können, ok?“, sagte Trump.

Auch Abbas äußerte Zuversicht. Am Horizont scheinen neue Möglichkeiten aufzutauchen, um eine Friedenslösung zu erreichen, sagte er über einen Übersetzer.

Zuletzt hatte John Kerry, der Außenminister unter Trumps Vorgänger Barack Obama, 2014 einen neuen Vermittlungsversuch im Nahost-Konflikt ergebnislos abbrechen müssen. Trump wiederum stieg in das Thema ein, indem er im Februar mit einer langen Tradition in der US-Politik brach und sich mit einem klaren Bekenntnis zu einem unabhängigen palästinensischen Staat zurückhielt. Bei einer Pressekonferenz mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu war er auf Distanz zur Zwei-Staaten-Lösung gegangen und hatte gesagt, er akzeptiere alles, was beide Seiten vereinbarten, um Frieden zu schließen.

Am Mittwoch traf Trump nun erstmals Abbas. Vorab hieß es aus US-Regierungskreisen, er wolle den palästinensischen Präsidenten dabei unter anderem auffordern, antiisraelische Rhetorik und Aufstachelung zur Gewalt durch Palästinenser zu unterlassen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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