Betroffene müssen sich in Bern melden
Schweiz lässt meist gesuchte Iraker nicht mehr ans Geld

Die Schweiz wird die Vermögen der 55 meist gesuchten Iraker einfrieren. Einen entsprechende Beschluss faste die Schweizer Regierung, der Bundesrat, am Mittwoch. Die Namen befinden sich auf einer Liste des Uno-Sicherheitsrates und war am 30. Juni veröffentlicht worden.

HB/dpa BERN. Alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen sollen die Vermögen der 55 gesuchten Personen „ohne Verzug einfrieren und in den Entwicklungs-Fonds für Irak transferieren“, hieß es

.

Neben Saddam Hussein und seinen Söhnen sowie engen Verwandten finden sich zahlreiche Minister, Militärs, ranghohe Parteimitglieder und Vorsitzende von Institutionen des gestürzten Regimes auf der Liste. Banken und Personen, die Gelder halten oder verwalten, von denen anzunehmen ist, dass sie unter die Sperre fallen, müssen dies jetzt dem Wirtschaftsministerium in Bern melden. Betroffen sind auch die Vermögen von Unternehmen, die von den in der Liste genannten Irakern kontrolliert wurden.

Bereits am 9. April hatte der Bundesrat beschlossen, die Gelder der ehemaligen irakischen Regierung sowie der von ihr kontrollierten Unternehmen zu sperren. Nach Angaben der Schweizer Nationalbank lagen damals über 460 Mill. Schweizer Franken (296 Mill. Euro) irakischen Vermögens auf Schweizer Banken. Nach US-Auffassung wurden mindestens 10 Mrd. Dollar aus dem Irak geschafft.

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