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Betrugsvorwurf: Ehemaliger Bankia-Chef Rato muss vor Gericht aussagen

Unter seiner Führung schlitterte die spanischen Großbank Bankia in die Krise und musste mit Milliarden gerettet werden. Rodrigo Rato wird Betrug vorgeworfen, vor dem Gericht empfing ihn eine wütende Menschenmenge.

Der ehemalige Bankia-Chef Rodrigo Rato. Quelle: dpa
Der ehemalige Bankia-Chef Rodrigo Rato. Quelle: dpa

MadridDer unter Betrugsverdacht stehende frühere Verwaltungsrats-Chef der spanischen Pleitebank Bankia, Rodrigo Rato, ist am Donnerstag vor einem Gericht in Madrid angehört worden. Ein Richter befragte Rato zu den Vorwürfen des Betrugs, der Veruntreuung, Kontenfälschung und Preismanipulation, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht.

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Vor dem Gericht riefen wütende Demonstranten „Dieb! Rato geh' ins Gefängnis!“. Unter den Demonstranten waren auch Anleger, die infolge der Bankia-Krise Teile ihres Vermögens verloren hatten. Einige von ihnen warfen mit Tinte gefüllte Ballons in Richtung auf den Bankier, trafen den 63-Jährigen nach Medienberichten aber nicht. Es handelt sich um eines von insgesamt vier Verfahren, die von verschiedenen Gruppen angestrengt wurden. Außer gegen Rato wird gegen 32 weitere Mitarbeiter der Bank ermittelt.

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Bankia rechnet in diesem Jahr mit einem Milliardenverlust.

Die spanische Regierung hatte die schwer angeschlagene Bankia am 9. Mai mit einer Spritze von 23,5 Milliarden Euro gerettet. Damit wurde ein neues Kapitel in der spanischen Bankenkrise eingeläutet, in deren Folge Spanien mittlerweile Milliardenhilfen aus dem Euro-Rettungsfonds bei den Staaten der Eurozone beantragte.

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Viele Spanier beklagen, durch die Verstaatlichung der Bank viel Geld verloren zu haben. Rato war kurz vor dem Gewähren der Milliardenhilfen an Bankia von seinem Posten zurückgetreten. Er war von 1996 bis 2004 Wirtschaftsminister des Landes und danach bis 2007 Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF).

 

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