Bewaffnete Rebellen
Zehntausende bedrängen Jemens Regierung

Schiiten gegen Sunniten: Seit Tagen kommt es im Jemen zu Massenprotesten. Aufständische wollen die Regierung zum Rücktritt zwingen. Sie demonstrieren in Sanaa - und haben bewaffnete Anhänger mitgebracht.
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SanaaIn der jemenitischen Hauptstadt Sanaa haben am Mittwoch erneut zehntausende Menschen gegen die Regierung demonstriert und deren Rücktritt gefordert. "Wir werden nicht zurückweichen, wir werden den Druck erhöhen", riefen die Protestierenden. Vielfach wurden Flaggen der Partei des im Jahr 2011 gestürzten Staatschefs Ali Abdullah Saleh geschwenkt, der dieser immer noch vorsitzt.

Nach tagelangen Massenprotesten schiitischer Huthi-Demonstranten im Jemen sprach Präsident Abdel Rabbo Mansur Hadi eine Warnung aus. Auch international werde die „Rebellion“ abgelehnt, sagte Hadi am Mittwoch nach einer Meldung der amtlichen Agentur Saba. Er verwies auf entsprechende Äußerungen der USA und der Vereinten Nationen. Die Demonstranten wollen nach eigenem Bekunden trotzdem weiter protestieren, bis die Regierung zurücktritt und die Streichung der Energiesubventionen zurücknimmt.

In Sanaa und rund um die Stadt hatten in den vergangenen Tagen tausende bewaffnete Anhänger der Huthi-Rebellen unter ihrem Anführer Abdulmalik al-Huthi Stellung bezogen. Sie haben in der Nähe von Ministerien Zelte aufgestellt und bewaffnete Männer auf Dächern postiert.

Präsident Hadi hat deshalb militärische Spezialeinheiten nach Sanaa beordert. Die Huthi selbst hätten keine Machtambitionen, sagte ihr Anführer Abdel-Malek al-Huthi. Vielmehr verlange man die Einsetzung einer Technokratenregierung.

Von den Aufständischen gehen auch die Proteste gegen die Regierung und Hadi aus. Sie fordern die Rücknahme einer Benzinpreiserhöhung und werfen der Regierung Korruption vor.

Huthi kämpften zuvor gegen Islamisten

Nach Einschätzung von Experten wollen die Huthi mit ihren Protesten ihren Einfluss im Norden ausbauen und sich mehr Macht in einer künftigen Regierung sichern. Seit dem Jahr 2004 gab es bereits wiederholt Aufstände der Huthi, die sich durch die von der sunnitischen Mehrheit dominierte Zentralregierung benachteiligt fühlen.

Die Huthis hatten im Norden des Jemen sechs Jahre lang bis 2010 gegen den früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh gekämpft. Nach dessen Sturz fochten sie gegen ultrakonservative Islamisten, denen sie vorwarfen, Extremismus zu nähren. In den vergangenen Wochen bereiteten sie der Muslimbruderschaft und deren politischen Arm - der Islah-Partei - Niederlagen.

Schon vor der umstrittenen Streichung von Energiesubventionen hatte es monatelang Spannungen gegeben. Kritiker werfen Ministerpräsident Mohammed Salem Bassindua vor, er sei zu schwach, die Islah-Partei zu zerschlagen. Zudem wird der Regierungschef für die sich verschlechternde Sicherheits- und Wirtschaftslage verantwortlich gemacht.

Gespräche zwischen Regierung und Rebellen zur Beilegung der Krise scheiterten am Sonntag.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • Islamgläubige streiten sich? Kann mnicht sein, da Islamgläubige ja so friedlich sind! Die friedlichen Folgen sieht man täglich in den Islamstaaten! Wir brauchen mehr Staaten wie z.B. Nigeria, Syrien, und Irak!

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