BGA-Präsident
„Peking wird den Weg der Freiheit gehen“

Optimistisch über die politische Entwicklung in China hat sich der Präsident des Bundesverbandes des Groß- und Außenhandels, Anton Börner, geäußert. Ausdrücklich widersprach er der Einschätzung, dass die These "Wandel durch Handel" im Falle Chinas nicht stimme.

BERLIN. „Falls China ein modernes Land werden will, dann wird es am Ende mit dem Einparteiensystem nicht weiterkommen“, sagte Börner dem Handelsblatt. „Will man ökonomische Entwicklung, muss man in der Folge auch individuelle Freiheiten in allen menschlichen Bereichen zulassen. Dieser Weg ist unumkehrbar. Friedlich ließe er sich nicht mehr revidieren.“

Man dürfe nicht zu kurzfristig denken. „Erst kommt die Befriedigung materieller Bedürfnisse. Aber dann geht es sehr schnell zur Philosophie und Forderungen auch nach anderen Freiheiten, etwa politischen. Das war bei uns so, das wird in China so sein.“ Er sei sicher, dass auch die Führung in Peking dies sehe und sich große Gedanken um die Zukunft des Landes mache. „Deshalb glaube ich, Peking wird den Weg der Freiheit gehen.“

Gleichzeitig kritisierte Börner aber das Verhalten der chinesischen Führung in der aktuellen Krise. „Die Führung in Peking macht eine schlechte Öffentlichkeitsarbeit. Sie unternimmt vieles, was Emotionen in der westlicher Welt und der dortigen Bevölkerung hoch kochen lässt.“ Bis heute habe man in Peking nicht verstanden, wie Meinung in der westlichen Welt gebildet werde und wie sie sich entwickle.

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