Bidsina Iwanischwili
Der Franzose, der Georgien retten will

Bidsina Iwanischwili hat keinen georgischen Pass und wollte gar nicht in die Politik. Doch jetzt wird der Multimilliardär Georgiens wichtigster Mann - sein Konkurrent Saakaschwili räumt die Niederlage öffentlich ein.
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Tiflis.

Deutlich sichtbar für alle Bewohner der Hauptstadtstadt thront das futuristische Anwesen aus Glas und Stahl auf einem Hügel über dem Zentrum von Tiflis. Dessen Bewohner war lange Zeit für die meisten Georgier weit weniger präsent: Bidsina Iwanischwili, 56 Jahre alt, der reichste Mann des Landes, ein Oligarch, ein Mäzen, französischer Staatsbürger – und ein Phantom, von dem lange nur ein einziges Photo existierte. Diese Zeit ist nun natürlich vorbei, spätestens jetzt, da ihm der Wahlsieg in Georgien sicher ist. Sein Bündnis „Georgischer Traum“ liegt bei der Auszählung vor der „Vereinten Nationalen Bewegung“ von Präsident Micheil Saakaschwili, der seine Niederlage bereits einräumte.

"So arbeitet die Demokratie - wir werden ab jetzt als Oppositionskraft für Georgiens Zukunft kämpfen", sagte der bisherige starke Mann Saakaschwili am frühen Nachmittag in Tiflis. Ein historisches Ereignis - denn Machtwechsel durch demokratische Wahlen sind in der Kaukasusregion nach wie vor die krasse Ausnahme.

In der Nacht hatten noch beide Parteiführer den Wahlsieg für sich beansprucht. Iwanischwilis Koalition komme auf 57 Prozent, teilte jedoch die Wahlkommission am Dienstagmorgen mit. Die Regierungspartei erreiche knapp 40 Prozent. Lange hoffte das Saakaschwili-Lager durch Direktkandidaten die Mehrheit gewinnen zu können – knapp die Hälfte der 150 Sitze im Parlament geht an sie.

Doch wer ist Iwanischwili überhaupt? Die meisten Georgier kennen ihn erst seitdem der Geschäftsmann vor einem Jahr entschied, in die Politik zu wechseln. Nach der Parlamentswahl am Montag schickt er sich an, Georgien in Zukunft zu führen. Zwar muss das Parlament erst im kommenden Jahr einen neuen Premierminister bestimmen. Dieser wird gemäß einer Verfassungsänderung der mächtigste Mann Georgiens.

Es ist eine Rolle, die man dem schmächtigen und zurückhaltend höflichen Iwanischwili kaum zutraut. Kein Wunder: In die Politik habe es ihn ja auch nie gezogen, erklärt er im Gespräch mit Handelsblatt Online. Doch Saakaschwili verhalte sich „zunehmend autoritär“. Da habe der Milliardär nur eine Wahl: „Ich kann das Land verlassen oder in die Politik gehen“, erklärte er vor der Wahl. Andernfalls wäre sein Land verloren gewesen.

Dabei hatten sich Vertreter der Regierungspartei in den vergangenen Monaten redlich bemüht, Iwanischwili als Außenseiter dazustellen, der nicht so recht zu Georgien gehören sollte. Iwanischwili wurde in Tschorwila, einer Ortschaft in der Region Imeretien, im Westen Georgiens geboren. Er war das jüngste von fünf Kindern einer Bauernfamilie.

Dort verehren ihn die Menschen heute, weil der Mäzen die Krankenversicherung der Bürger übernimmt, er ließ neue Häuser bauen und zahlt Kindern die Schuluniformen. Großzügige Spenden erhielten auch andere im Land, beispielsweise das georgisch-orthodoxe Patriarchat. In der Kunstwelt fiel Iwanischwili mit spektakulären Auktionskäufen auf. Nun hoffen Menschen in ganz Georgien auf Wohlstand.

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„Handlanger Moskaus“

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  • Beim Namen des alten Diktators verstehe ich immer

    Sack-Arsch-Willi

    Ist das schon Freudianisch?

  • tja Leute, die Neue Weltordnung
    mit ihren Helfershelfern
    kommt jetzt in Riesenschritten .....

    und der deutsche Michel schläft ( = diskutiert) immernoch

    http://www.youtube.com/watch?v=apDEp7QbERI&feature=related

  • Ein Wenstentaschen Dschughaschwili von US Gnaden: ich erninnere mich noch gut an das Bild als US Präsidentschaftskandidat Mc Cain Hr. Saakaschwili eine Kugelsichere Veste überreichte.

    Ich bin ja mal gespant ob der auch Rückenschmerzen etwickelt falls ihm der Prozess gemacht wird analog der kleinen Gasprinzessin.


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