Bildung einer Notfallregieung

Regierungsbildung auf der Zielgeraden

Mario Monti hat die wichtigen politischen und sozialen Kräfte des Landes hinter sich versammelt. Am Mittwoch will er seine Pläne dem Staatspräsidenten vorstellen. Die Zeit drängt, da das Vertrauen der Märkte schwindet.
Update: 15.11.2011 - 22:00 Uhr 7 Kommentare
Mario Monti soll als neuer italienischer Regierungschef Italien aus der Krise führen. Quelle: dapd

Mario Monti soll als neuer italienischer Regierungschef Italien aus der Krise führen.

(Foto: dapd)

RomDer designierte italienische Ministerpräsident Mario Monti hat bei den Gesprächen über die Bildung einer Regierung am Dienstag eine Einigung mit den führenden politischen Kräften des Landes erzielt. Am (morgigen) Mittwoch will er sein Kabinett und sein Regierungsprogramm vorstellen. Bei Sondierungsgesprächen mit Fraktionsspitzen, Gewerkschaftsführern und Vertretern von Jugendgruppen am Montag und Dienstag versicherte sich der 68-Jährige breiter Unterstützung für sein politisches Konzept.

„Monti hat uns gesagt, er habe eine Einigung mit den wichtigsten politischen Kräften erzielt“, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft CISL, Raffaele Bonanni. „Er verfügt über eine solide Mehrheit im Parlament und wird bald eine Liste seiner Minister vorlegen.“ Montis Kabinett muss noch eine Vertrauensabstimmung in beiden Parlamentskammern gewinnen, bevor es dann offiziell die Regierungsgeschäfte aufnehmen kann. Mit der Abstimmung wird noch in dieser Woche gerechnet.

Er sei von Italien Fähigkeit überzeugt, die schwierige Phase in der Geschichte des Landes zu überwinden, erklärte Monti. „Ich bin beeindruckt vom Verantwortungsgefühl und dem Willen, soziales Wachstum zu unterstützen“, sagte der designierte Regierungschef nach den Gesprächen am Dienstag. „Jeder hat konkrete Vorschläge für Opfer gemacht, um ein positives Ergebnis zu erzielen.“

Unterstützung wurde Monti auch vonseiten der Wirtschaft signalisiert. „Wir unterstützen die Bildung dieser Regierung, denn sie ist unsere letzte Chance, Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen“, sagte die Vorsitzende des Unternehmerverbands Confindustria, Emma Marcegaglia.

Schwaches Vertrauen der Märkte in Italien
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7 Kommentare zu "Bildung einer Notfallregieung: Mario Monti genießt großen Rückhalt "

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  • man sollte alles iegbdwie v´bekritteln.
    np
    Mario Monti genießt großen Rückhalt.
    und gut ists.

    ihn als einen Genießer zu betrachten wäre nicht nur unfein:
    das wäre eine noch größere Riesensauerei.

  • Nach dem ersten Satz "Mario Monti hat die wichtigen politischen und sozialen Kräfte des Landes hinter sich versammelt" habe ich mit Lesen aufgehört. War der Autor schon mal in Italien? Würde er/sie eine Schlagzeile "Angela Merkel hat die wichtigen politischen und sozialen Kräfte des Landes hinter sich versammelt" unters belustigte Volk werfen wollen?

  • Ich glaube kaum, das es die FDP bei der nächsten Bundestagswahl über 2% schafft. Die haben sich mit dem letzten Parteitag ins Land der Träume verabschiedet.

    Fairerweise muss man in Italien einräumen, das es nach Berlusconi eigentlich kaum möglich ist das es nicht besser wird.

  • Hoffentlich begreift man endlich auch in Italien, dass genau der Euro nicht in Brüssel und nicht in Berlin sondern alleine in Rom gerettet werden muss.

    Es müssen dringenst drei Dinge passieren:

    1. Bevor die EZB zum letzten Money-Lender wird, MÜSSEN Regeln und Institutionen geschaffen werden, welche die Staatshaushalte kontrollieren. In jedem Land der Eurozone muss eine solche Kontrolleinrichtung her (und wenn es nur für 5- 10 Jahre ist). Jeder Staat bekommt einen Finanzspielraum, mit dem er anfangen kann was er will, etc.
    2. Griechenland muss endlich seine Schwarzgelder in der Schweiz einfordern, ganz konsequent, mit politischen Hochdruck. Es ist unsäglich, dass 200 MIlliarden Euro in der Schweiz liegen. Unglaublich: man fordert uns auf, Geld zu geben, währen man Schwarzgeldkonten in der Schweiz hält.

    3. Nur wenn die o.g. Bedingen erfüllt sind, darf die EZB für eine Dauer unbegrenz Anleihen aufkaufen, aber nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem Länder gewisse fiskalische Zielwere erreicht haben.

    Über ein paar Jahre können durch leichte Inflation dann Schulden weginflationiert werden. Anders wird es nicht gehen. Das muss auch den Deutschen klar sein. Nur MUSS Detuschland wach genug sein, um die Kontrollmechanismen zu den Haushaltskonsolidierungen bedingungslos eingeführt werden.
    basta

  • Zum Glück sind die meisten Menschen und Politiker gnadenlos dumm...., so dass es niemand versteht, was da abläuft. Aber genau so eine Egoistengesellschaft, ist der Traum dieses Systems!! Alles könnte so viel einfacher sein, wenn die Menschen sich zusammenschliessen und was gegen diesen unzumutbaren Missstand unternehmen. Aber ich wette, bei der nächsten Wahl hat die FDP eh wirder 10%. Dümmer gehts nimmer. Kann verstehen, wieso es den Nazis so einfach möglich war, dieses Land zu ruinieren, bei dieser stumpfen Bevölkerung , keine Leistung!!

  • Was will der arme Kautz denn ausrichten? Italien kaputtsparen? Hauptsache, Merkozy's Forderungen werden erfüllt und die Pizzanation bekommt Hilfen bis zur totalen Verausgabung aller Beteiligten? Ehrlich, ob der Mann alle oder keine Rückendeckung besitzt, diese Währung ist mit allem Geld der Welt nicht zu retten.

  • Mario Monti steht auf der Gehaltsliste von Goldman Sachs und wird Präsident von Italien?
    Seltsam, seltsam, aber so steht´s geschrieben.

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