Bin-Laden-Tötung
Augenzeuge bestreitet US-Angaben

Das neue Buch eines angeblichen Augenzeugen zieht die offiziellen US-Angaben zur Tötung des Terrorführers infrage. Osama bin Laden sei nicht von US-Soldaten getötet worden, sondern bereits tot aufgefunden worden.
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WashingtonNach Medienberichten bezweifelt ein neues Buch die offiziellen US-Angaben zur Tötung des Terrorführers Osama bin Laden. Der Al-Kaida-Chef sei im Mai vergangenen Jahres nicht von US-Soldaten getötet worden, sondern bereits mit einer Kugel im Kopf tot aufgefunden worden, heißt es laut dem Internetportal „Huffington Post“ in dem Buch eines ehemaligen Mitglieds der US-Spezialkräfte Navy Seals, der nach eigenen Angaben bei der Kommandoaktion im pakistanischen Abbottabad dabei war.

Nach Angaben des Weißen Hauses hatte sich Bin Laden bei der Erstürmung seines Hauses „widersetzt“ und sei darauf von US-Soldaten mit Schüssen in die Brust und in den Kopf getötet worden. Der Autor des Buches, das Anfang September auf den Markt kommen soll, schildert die Geschehnisse anders. „Blut und Gehirnmasse floss aus der Seite seines Schädels“, als sie Bin Laden entdeckten, heißt es laut der „Huffington Post“ in dem Buch „No Easy Day: The Firsthand Account of the Mission That Killed Osama bin Laden“ (Deutsch: Kein leichter Tag: Ein Bericht aus erster Hand über den Einsatz, bei dem Osama bin Laden getötet wurde).

Bin Laden habe sich zwar noch gewunden, von Gegenwehr könne aber keine Rede sein. Als sie sein Zimmer erreichten, hätten sich zwei Frauen weinend über seinen Körper gebeugt. Andere Soldaten der Eliteeinheit hätten ihre Waffen auf seine Brust gerichtet und mehrfach abgedrückt. „Die Kugeln zerrissen ihn, hämmerten seinen Körper auf den Boden, bis er regungslos war“, zitiert das Portal weiter aus dem Werk. Es habe es vorab von einem Buchhändler erhalten.

Bei dem Autoren handelt es sich nach Informationen des Senders Fox News um den 36-jährigen Matt Bissonnette aus Alaska, der sein Enthüllungsbuch unter dem Pseudonym Mark Owen geschrieben hatte. US-Medien berichteten, das Pentagon sei überrascht über die Veröffentlichung.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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