Birma
Menschen marschieren für die Junta

In Birma sind Schätzungen zufolge 50 000 Menschen auf die Straßen gegangen, um die herrschende Militärjunta zu unterstützen. Derartige Veranstaltungen sind jedes alles andere als selten – und meistens nicht freiwillig.

HB RANGUN. In Birma hat die herrschende Militärjunta am Samstag mehrere zehntausend Menschen zu einem Protest gegen die Anti- Regierungsdemonstrationen vom vergangenen Monat aufmarschieren lassen. Nach Augenzeugenangaben nahmen schätzungsweise 50 000 Demonstranten an der Kundgebung in einem Sportstadion in der Metropole Rangun teil. Sie riefen Slogans gegen die buddhistischen Mönche, die die Proteste angeführt hatten, und forderten die Wiederherstellung von „Frieden und Sicherheit“.

Staatlich organisierte Kundgebungen sind in Birma üblich. Die Teilnahme ist vermutlich nicht immer freiwillig. Bei der Niederschlagung der jüngstem Massenproteste waren nach offiziellen Angaben mindestens zehn Menschen gestorben. Dissidenten sprachen jedoch von mindestens 200 Toten.

Unterdessen wurden drei der letzten Anführer der Demonstrationen vom vergangenen Monat, die sich noch in Freiheit befanden, verhaftet, wie der britische Sender BBC berichtete. Unter ihnen sei Htay Kywe, der bereits bei der Protestwelle im Jahr 1988 mitgemacht hatte.

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