Birma
Suu Kyi fordert Durchhaltewillen

Birmas Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ist am Sonntag nach der Befreiung aus dem Hausarrest von tausenden jubelnden Anhängern in der Zentrale ihrer Partei empfangen worden.
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HB RANGUN. "Ihr dürft nicht aufgeben", rief sie der riesigen Menge zu, die sich in und vor den Büroräumen versammelt hatten. Unter den Anwesenden waren auch Agenten des Regimes in Zivil, berichteten Augenzeugen. "Nichts kann erreicht werden, wenn die Menschen nicht einbezogen werden", sagte Suu Kyi.

Als die 65-Jährige gegen Mittag (Ortszeit) im Auto vorgefahren wurde, kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr. Die Menge drängte nach vorn, um möglichst nah an ihr Idol heranzukommen. Es gelang Suu Kyi kaum, die Autotür zu öffnen. Mehrere Bodyguards bahnten ihr mit Mühe einen Weg durch die Jubelnden. Sie traf zuerst mit einigen ausländischen Diplomaten zusammen, ehe sie sich an ihre Anhänger wendete.

Suu Kyi hat 15 der vergangenen fast 21 Jahre in Isolation verbracht. Die Oppositionspolitikerin kämpft seit 1988 mit friedlichen Mitteln für Demokratie in ihrem Land. Die Militärjunta warf ihr Destabilisierung vor und hatte den Hausarrest in den vergangenen Jahren immer wieder unter fadenscheinigen Gründen verlängert.

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