Birmas Regierung unter Druck
Suu Kyi nach Klinikaufenthalt wieder unter Hausarrest

Die birmanische Oppositionsführerin Aung Suu Kyi wird nach Angaben ihres noch heute aus der Klinik entlassen und kann nach Hause zurückkehren. Dort wird die Friedensnobepreisträgerin allerdings weiter unter hausarrest stehen.

HB RANGUN. Vor dem Besuch eines Uno-Gesandten in der kommenden Woche steht die Militärregierung Birmas unter zunehmendem Druck, die seit mehr als drei Monaten inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin freizulassen. Suu Kyis Arzt sagte, die 58-Jährige könne nach einer Operation in der vergangenen Woche in ihr Haus im Zentrum Ranguns zurückkehren. „Jeder, der sie dort besuchen möchte, kann über die Behörden einen Termin mit ihr vereinbaren.“

Ein asiatischer Diplomat sagte, die Militärregierung wolle Suu Kyi wohl für den Besuch des Uno-Beauftragten Razali Ismail an einen repräsentativeren Ort bringen. Der Krankenhausaufenthalt sei eine Chance für die Regierung, das Gesicht zu wahren und Rücksicht auf ihren Gesundheitszustand zu demonstrieren, sagte er.

Suu Kyi war am 30. Mai im Norden Birmas nach Zusammenstößen ihrer Anhänger mit Unterstützern der Militärregierung festgenommen worden. Mehr als die Hälfte der vergangenen 14 Jahre verbrachte sie in Hausarrest.

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