Bis zu 10 000 Dollar Strafe möglich
Kriegsgegnern könnte Irak-Reise teuer zu stehen kommen

Amerikanischen Kriegsgegnern könnte ihre Reise in den Irak teuer zu stehen kommen. Wie ein Sprecher des US- Finanzministeriums am Dienstag bestätigte, droht Amerikanern, die sich als „menschliche Schutzschilde“ gegen US-Angriffe zur Verfügung gestellt hatten, nun eine Geldstrafe von bis zu 10 000 Dollar (rund 8850 €).

HB/dpa WASHINGTON. Falls sie sich weigern, sehe das Gesetz sogar eine Gefängnisstrafe von bis zu zwölf Jahren vor.

Das Ministerium beschuldigt die Kriegsgegner, Geld im Irak ausgegeben und mit diesen „reiseverbundenen Transaktionen“ gegen die Irak-Sanktionen verstoßen zu haben. Die Aktion sei „absolut nicht“ politisch motiviert, betonte sagte ein Sprecher des Finanzministeriums, Taylor Griffin. „Es wurde ein Gesetz gebrochen“, sagte er auf Anfrage. Bezahlen musste die Strafe allerdings noch niemand, hieß es in einem Bericht der „Washington Post“. Die Kriegsgegner wurden zunächst um „weitere Informationen“ zu ihrer Reise gebeten. Ihre Strafen können sie vor einem Bundesgericht anfechten.

Mehrere betroffene Kriegsgegner wehren sich unterdessen in der Öffentlichkeit lautstark gegen die Geldforderung. „Ich werde mit Sicherheit kein Geld bezahlen“, sagte die Kriegsgegnerin Faith Fippinger im US-Sender CNN. Im Irak haben sich ihren Angaben zufolge rund 300 „menschliche Schutzschilde“ aufgehalten, darunter 20 US- Amerikaner.

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