Bislang nur leicht verletzte Deutsche
Ägyptische Polizei meldet Festnahmen am Fließband

Nach den Bombenanschlägen im ägyptischen Scharm el Scheich mit über 80 Toten haben die Sicherheitskräfte bei Razzien knapp 90 Verdächtige festgenommen. Das verlautete am Sonntag aus Sicherheitskreisen in Kairo. Für eine Schrecksekunde sorgte am nachmittag die Meldung von der Explosion einer weiteren Bombe in einem Vorort von Kairo.

HB SCHARM EL SCHEICH/FRANKFURT. Es habe sich um eine kleiner Bombe gehandelt, teilte die Polizei mit. Ein Mann schwer verletzt worden. Der Mann sei ein Schrotthändler, der unwissentlich einen alten Sprengsatz nach Hause mitgenommen habe. In Polizeikreisen hatte es zunächst geheißen, er habe eine offenbar selbst gebaute Nagelbombe bei sich getragen.

Dem Auswärtigen Amt lagen derweil auch am Sonntagnachmittag keine Hinweise vor, dass sich Deutsche unter den Toten und Schwerverletzten befinden. Bisher seien lediglich leichte Veröletzungen bekannt. Nach Angaben des Deutschen Reisebüro und Reiseveranstalterverbandes (DRV) erlitten zwei deutsche Jugendliche Schnittwunden.

Die genaue Zahl der Toten stand auch am Tag nach den Anschlägen nicht fest. Nach Krankenhausangaben sind 88 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Ägypter. Außerdem kamen ein Italiener, ein Tscheche und zwei Türken ums Leben. Etwa 30 Tote waren am Sonntagnachmittag noch nicht identifiziert. 14 Menschen galten als vermisst.

Die meisten der rund 4200 deutschen Urlauber, die sich zum Zeitpunkt der Anschläge in der Region befanden, wollen dort ihre Ferien fortsetzen. Etwa 350 Deutsche, die in den Hotels in der betroffenen Naama-Bucht untergebracht waren, wurden in drei Sonderflügen in die Heimat zurückgebracht.

Die Tui und andere Reiseanbieter wollen nach eigenen Angaben in der kommenden Woche planmäßig weiter in Richtung Scharm el Scheich starten. Ein Sprecher des Veranstalters Thomas Cook sagte, bisher seien nur wenige Personen von ihrer gebuchten Reise nach Ägypten zurückgetreten.

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