Bitte des Irak Uno stimmt Mandatsverlängerung für Truppen im Irak zu

Der Weltsicherheitsrat hat angesichts der anhaltenden Gewalt und täglich vielen Toten dem Verbleib der von den USA geführten multinationalen Truppen im Irak zugestimmt. Am Dienstagabend hatte Iraks Außenminister Hoschiar Sebari das Gremium um die Mandatsverlängerung gebeten.

HB NEW YORK/BAGDAD. Bei einem Selbstmordattentat auf der berüchtigten Bagdader Flughafenstraße wurden unterdessen am Mittwoch 15 Zivilisten verletzt. Im Nordirak starb ein irakischer Soldat nach dem Verzehr vergifteter Wassermelone, die ein den Aufständischen zugerechneter Bauer kostenlos an einem Kontrollpunkt verteilt hatte. Zwölf weitere Soldaten mussten nach Polizeiangaben im Krankenhaus behandelt werden.

Der Weltsicherheitsrat würdigte in einer Erklärung „die Fortschritte, die bisher bei der Rekrutierung, Ausbildung und Ausrüstung von Iraks Sicherheitskräften erzielt wurden“. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass die einheimischen Kräfte eine zunehmend größere Rolle spielen werden und die Verantwortung am Ende ganz übernehmen.

Parlamentarier in Bagdad begrüßten die Uno-Entscheidung. Der schiitische Parlamentsabgeordnete Ali Dabbagh sagte, der Verbleib der Truppen im Irak sei nicht zu vermeiden, da die irakische Armee, die Polizei und der Geheimdienst noch nicht alleine für Sicherheit sorgen könnten. Die sunnitische Islamische Partei forderte einen konkreten Zeitplan für den Truppenabzug.

Die Sicherheitskräfte entschärften bei ihrer am Sonntag begonnenen Operation „Blitz“ in Bagdad bisher nach eigenen Angaben vier Autobomben. Bei dem neuerlichen Anschlag an der Flughafenstraße, die wegen des hohen Aufkommens von Armeefahrzeugen zu den bevorzugten Anschlagzielen der Aufständischen zählt, brachte der Attentäter sein mit Sprengstoff beladenes Auto an einem gemeinsamen Kontrollpunkt des US-Militärs und der irakischen Polizei zur Explosion. Unmittelbar darauf hätten Terroristen den Kontrollpunkt beschossen, erklärte die US-Armee. Soldaten seien nicht unter den Opfern. Zu dem Anschlag bekannte sich im Internet die Terrorgruppe von Abu Mussab al-Sarkawi.

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