Blair behält Mehrheit im Unterhaus
Tony Blair erlebt Niederlage bei Nachwahlen

Erstmals seit Amtsantritt hat der britische Premierminister Tony Blair bei Nachwahlen eine Niederlage erlebt. Seit geraumer Zeit steht der Labour-Premier wegen seiner Irak-Politik im Kreuzfeuer der Kritik.

HB/rtr LONDON. Bei der Wahl in dem als Labour-Hochburg geltenden Bezirk Brent East im Norden Londons setzte sich mit einem Vorsprung von 1118 Stimmen Sarah Teather von der Liberaldemokratischen Partei durch. Nach dem Tod des Labour-Abgeordneten Paul Daisley, der den Wahlkreis noch mit einem Stimmenvorsprung von über 13 000 gewonnen hatte, war die Nachwahl notwendig geworden.

Die 29-jährige Teather kommt als jüngstes Mitglied ins Unterhaus, in dem sich Blair aber weiterhin auf eine breite Mehrheit von 165 Mandaten stützen kann. Seit seinem Amtsantritt 1997 hat Blair keine Nachwahl verloren.

„Wir gehen zweifellos durch eine schlechte Phase“, kommentierte Nick Raynsford für die Regierung die Wahlniederlage. Die Regierung Blair steht wegen der Irak-Politik und dem damit in Zusammenhang stehenden Selbstmord des Waffenexperten David Kelly innenpolitisch unter starkem Druck. Meinungsumfragen zeigen einen hohen Vertrauensverlust für Blair.

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