Blair kritisiert Interpretation der Anschläge
Zapatero weist Aufruf der USA zurück

Trotz des Aufrufs der USA, die spanischen Truppen im Irak zu belassen, hält der designierte Ministerpräsident Spaniens an einem Truppenabzug fest. Indessen fürchten die USA um die für Ende Juni geplante Machtübergabe im Irak.

HB MADRID. „Meine Position ist sehr klar und sehr fest“, sagte Zapatero. „Die Besatzung ist ein Fiasko.“ Der britische Premierminister Tony Blair warnte, eine Änderung der Irak-Politik werde weitere Anschläge auf westliche Ziele nicht verhindern. Auf die Sicherheitslage im Irak selbst wird sich ein Abzug der spanischen Soldaten nach Einschätzung des Außenministers Regierenden Rats, Hoschiar Sebari, nicht spürbar auswirken.

Das von der US-Verwaltung eingesetzte Gremium einigte sich am Mittwoch darauf, die Vereinten Nationen (UN) zu bitten, den Prozess der Machtübergabe zu begleiten. Zapatero wird nach dem überraschenden Wahlsieg am Sonntag im April die spanische Regierung übernehmen und will die 1300 Soldaten des Landes aus dem Irak abziehen, wenn die UN keinen größeren Einfluss auf die Neuordnung des Landes erhalten. Dies wollen die USA möglicherweise in einer neuen UN-Resolution sicherstellen.

„Meine Position bleibt dieselbe“, sagte Zapatero. „Ich habe sie während des Wahlkampfs immer wieder erläutert. Die Besatzungskräfte haben es den Vereinten Nationen nicht erlaubt, die Kontrolle über die Lage zu übernehmen“. Am Dienstag hatte US-Präsident George W. Bush an Zapatero appelliert, die Unterstützung der Besatzungstruppen und damit der US-Politik fortzusetzen.

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