Blair sichert Aufklärung zu
Hoon bezweifelt Echtheit einiger Folterfotos

Der britische Verteidigungsminister Geoff Hoon hat Zweifel an der Echtheit von Fotos geäußert, die angeblich die Misshandlung eines irakischen Gefangenen durch britische Soldaten zeigen. Zugleich wies er in dem Folterskandal Vorwürfe gegen die britische Regierung zurück. Der britische Premierminister Tony Blair hat jedoch eine vollständige Aufklärung der Fälle zugesichert.

HB LONDON. „Wir sprechen unsere entschiedene Verurteilung aller Misshandlungen und unseren Abscheu darüber aus“, sagte Blair, dessen Regierung wie die der USA nach Berichten über wiederholte Misshandlung irakischer Gefangener durch Angehörige der Besatzungstruppen zunehmend unter Druck gerät.

Nach seinem US-Kollegen Donald Rumsfeld musste nun auch der britische Verteidigungsminister Geoff Hoon zu den Vorwürfen vor Abgeordneten Stellung nehmen. Bei seinem Auftritt zweifelte Hoon die Echtheit von einigen Fotos an, die die Misshandlung eines gefangenen Irakers beweisen sollten. In zwei anderen Fällen könne es aber schon bald zu einer Anklage gegen Soldaten kommen.

Mitteilungen des Roten Kreuzes und von Amnesty International verschärften den Druck auf die Regierung in London: die beiden Organisationen haben nach eigener Darstellung die britischen Behörden schon vor Monaten über zahlreiche mutmaßliche Verstöße gegen die internationalen Konventionen informiert.

Seite 1:

Hoon bezweifelt Echtheit einiger Folterfotos

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%