International
Blix fordert Programm gegen Terror

Der frühere UN-Chefwaffeninspekteur Hans Blix hat zur Eindämmung des Terrorismus neben Rüstungskontrollen auch eine weltweite Zusammenarbeit von Polizei, Geheimdiensten und Finanzinstitutionen gefordert.

HB WIESBADEN. „Nach dem Irak-Krieg brauchen wir ein gemeinsames Programm für den Frieden, nicht einen neuen Weltkrieg“, sagte Blix am Mittwoch in Wiesbaden bei der Entgegennahme des Hessischen Friedenspreises. Die mit 25 000 Euro dotierte Auszeichnung ehrt die Bemühungen des Schweden um die Vermeidung des Irak-Kriegs. Blix hatte das UN-Team geleitet, das vor zwei Jahren die Angaben über angebliche irakische Massenvernichtungswaffen überprüfen sollte.

Der 75-Jährige warf den USA vor, seit dem 11. September 2001 auf eine schwer handhabbare Doktrin der gewaltsamen Prävention zu setzen. Der Kauf und die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen ließen sich aber mit weniger Kosten und Opfern eindämmen. Neben UN- Kontrollen nannte Blix den Abbau internationaler Spannungen, Sicherheitsgarantien für sich bedroht fühlende Länder, Verfolgung von Terroristen und verstärkte Überwachung nuklearen Materials.

Der Hessische Friedenspreis wird seit 1994 verliehen. Zu seinen Trägern zählen der Nordirland-Vermittler George Mitchell und der UN- Sondergesandte für Afghanistan, Lakhdar Brahimi.

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