Bloß kein Triumphgeheul
Tsakalotos' Spickzettel

Euklid Tsakalotos ist Griechenlands neuer Finanzminister. Als solcher verhandelte er erstmals mit den Gläubigern. Auf einem Blatt hatte er sich extra Notizen gemacht – doch diese ungeschickterweise offen herumgetragen.
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BrüsselZwei Tage im Amt, und schon ein Hauptakteur im griechischen Schulden-Chaos. Kein Wunder, dass der neue Finanzminister Euklid Tsakalotos entsprechend nervös war, als er zum Krisen-Gipfel in Brüssel anreiste. In der linken Hand hielt er einen Stapel Papiere, rechts eine Aktentasche. Keine Worte in Richtung der Journalisten.

Dennoch gelingt den Fotografen ein interessanter Schuss. Denn Tsakalotos trug seine Unterlagen so offen, dass seine Notizen zu sehen waren. Und schon ist Tsakalotos wegen seines kleinen Spickzettels in den Schlagzeilen.

Denn der neue Finanzminister musste sich anscheinend daran erinnern, gegenüber seinen Amtskollegen keine allzu große Genugtuung über das Ergebnis des Referendums in Griechenland zu zeigen. Auf dem kleinen Notizblatt standen jedenfalls die Worte: „No triumphalism“. Auf Deutsch würde man „Kein Triumphgeheul“ sagen.

Auf dem Zettel befanden sich wohl noch mehr Notizen, aber es ist unklar, was sie bedeuten. So konnte man auch einen Verweis auf die griechisch-kommunistische Partei KKE ausmachen. Vielleicht nicht der beste Start mit den europäischen Kollegen.

Dafür ist er seinem Ruf als besonnener und diplomatischer Politiker treu geblieben – und legt damit schon mal einen besseren Start hin als sein umstrittener Vorgänger Yanis Varoufakis.

Kommentare zu " Bloß kein Triumphgeheul: Tsakalotos' Spickzettel"

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  • Bevor weitere Gelder fließen, müssen zuerst die Steuersätze angepasst werden! Es darf nicht sein, dass der Deutsche bis auf's Blut besteuert wird und damit die anderen finanziert, die im steuerlichen Paradies leben. Bestes, aktuelles Beispiel: Erbschaftssteuer! Die Deutschen Unternehmer sollen zahlen und die Griechen lachen sich eins!

  • griechenland: von wegen kein geld:
    grosse goldreserven,besteuerung von fluchtgeld, allein von der schweiz locker 20 milliarden aus steuer,
    120 milliarden bargeld bei griechen, das in den letzten monaten den weg unter griechische matratzen fand.
    daher finanzhilfen nur gegen sicherstellung, cash fliesst dann sofort.

  • Wir Deutschen und auch die anderen europäischen Steuerzahlen werden von vorn bis hinten verarscht. Was passiert in 4 Jahren, wenn es eine neue Regierung in Griechenland gibt, die wollen dann auch wieder nachverhandeln. Dann die Sapnier, dann die Portugiesen, Italiener und Franzosen. Das nimmt kein Ende.

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