Blunkett bestreitet Vorwurf
Liebesaffäre: Britischer Innenminister Blunkett unter Druck

Der britische Innenminister David Blunkett ist nach einer Liebesaffäre unter Druck geraten. Nach einem Bericht des „Sunday Telegraph“ hat der 57-jährige Politiker dafür gesorgt, dass der Antrag des philippinischen Kindermädchens seiner Ex-Freundin auf dauerhafte Aufenthaltserlaubnis schneller als gewöhnlich bearbeitet wurde.

HB LONDON. Premierminister Tony Blair sprach dem Minister jedoch sein „volles Vertrauen“ aus. Blunkett bestritt den Vorwurf und sagte, er habe nur überprüft, ob der Antrag richtig ausgefüllt worden sei. Dennoch stimmte er am Abend einer unabhängigen Untersuchung des Falles zu. Der von Geburt an blinde Blunkett gilt als eines der wichtigsten Mitglieder der Labour-Regierung, weil seine entschiedene „Law-and- Order“-Politik den Konservativen kaum Angriffsflächen bietet. Zuweilen wird er sogar als möglicher Nachfolger Blairs genannt. Doch seine im August zu Ende gegangene Liebesaffäre mit Kimberly Quinn (43), der Verlegerin des rechten und überwiegend regierungsfeindlichen Magazins „The Spectator“, beschädigt nach Einschätzung vieler Kommentatoren das Bild des „harten, aber gerechten“ Innenministers.

Zeitungsberichten zufolge bahnt sich auch ein langwieriger Streit um das Sorgerecht für Quinns zweijährigen Sohn William an. Ein Gentest habe ergeben, dass Blunkett der Vater des Kindes sei. Vor Gericht wolle er das Sorge- oder zumindest ein regelmäßiges Besuchsrecht erstreiten. Seine ehemalige Freundin habe sich inzwischen aber mit ihrem Ehemann Stephen Quinn (60) versöhnt und lehne Blunketts Ansprüche ab.

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