Blutbad
48 Tote bei Angriff auf kenianischen Touristenort

Die radikalislamische Al-Shabaab Miliz hat im kenianischen Touristenort Mpeketoni ein Blutbad angerichtet. Während der Übertragung eines Fußballspiels der WM in Brasilien sollen sie den Ort überfallen haben.
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NairobiBei dem Angriff mutmaßlicher Islamisten auf die kenianische Küstenstadt Mpeketoni sind neuen Angaben zufolge mindestens 48 Menschen getötet worden. Das teilte das Rote Kreuz am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Ein örtlicher Polizeivertreter sagte, die Suche nach Opfern dauere noch an. Zuvor war von 26 Opfern die Rede gewesen. Schwer bewaffnete Kämpfer hatten am Sonntagabend in mehreren Fahrzeugen die Stadt nahe der Touristeninsel Lamu gestürmt und wahllos auf Passanten gefeuert. Die Behörden machten die somalische Shebab-Miliz verantwortlich.
Nach Angaben des Militärs schossen die Angreifer aus zwei Kleinbussen auf Passanten. Anwohner berichteten über stundenlange Gefechte. Bei den Angreifern handele es sich offenbar um Kämpfer der Shebab-Miliz, sagte Armeesprecher Emmanuel Chirchir. Es seien Aufklärungsflugzeuge im Einsatz, um nach den Tätern zu suchen.
Der Behördenvertreter Benson Maisori sagte, rund 50 Angreifer in drei Fahrzeugen mit den Flaggen der radikalislamischen Rebellengruppe seien in die Stadt eingedrungen. Sie hätten Somalisch gesprochen und "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen. Mehrere Hotels, Restaurants, Banken und Behördengebäude seien in Brand gesteckt worden. Augenzeugen zufolge befanden sich in Bars und Cafés zahlreiche Menschen, um die Fußball-Weltmeisterschaft zu verfolgen. Die Angreifer lieferten sich über Stunden heftige Gefechte mit den Sicherheitskräften, am Montagmorgen war es in der Stadt jedoch ruhig.
Mpeketoni liegt etwa 30 Kilometer südwestlich der Ferieninsel Lamu. Nach Behördenangaben wurden zwei Hotels in der Stadt in Brand gesetzt. Laut Zeugenberichten gerieten auch ein Polizeirevier und eine Bank unter Beschuss. In vielen Cafés und Bars der Stadt hielten sich zum Zeitpunkt des Angriffs zahlreiche Menschen auf, um gemeinsam die Spiele der Fußball-WM zu schauen.



Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • Die Frage ist immer, wer finanziert die "islamischen" Terrororganisationen und aus welchem Grund. Ohne Moos nix los, das gilt auch hier.
    Auffällig ist, daß der Terror bevorzugt in Staaten blüht, die Chinas Kooperationsangebote (Infrastrukturausbau zwecks Rohstoffen) annehmen. Vor allem blüht der Terror immer so richtig auf kurz bevor oder nach Unterzeichnung einer neuen Projekt-Vereinbarung (in diesem Fall wurde kürzlich eine Eisenbahn-Linie zwischen Nairobi und der Küste vereinbart, die dann sukzessive bis in den Süd-Sudan verlängert werden soll).
    Rohstoffarme oder strategisch unwichtige Gegenden hingegen scheinen kein Islamistenproblem zu haben.

    Wenn nicht die Anglo-Amerikaner selbst dahinter stecken, dann wissen sie sicherlich, welcher ihrer "Freunde" (z.B. Saudiarabien) die Geldströme fließen läßt (alle Kommunikationskabel in den arabischen Raum werden angezapt und 100% überwacht). Es ist bezeichnend, daß im "War OF terror" so nach und nach alle unsere Freiheiten "bedauerlicherweise" eingeschränkt werden, und unsere Überweisung minutiös überwacht werden, aber gegen diesen (Geld-)Nachschub wird offenbar nichts unternommen.

  • Wieder der Islam! Wieder schweigen unsere Politiker. Wieder wird der islam von unseren Politikern massiv unterstützt??? Und unser Bundespräsident? Wir sind reich, kommt alle zu uns. Wir marschieren überall ein. Wir schulen den Islam und sehen jetzt schon das Ergebnis! Ein Erfolg unserer Kultuurbereicherer!

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