Blutbad im Jemen
Top-Generäle laufen zu Demonstranten über

Nach den Schüssen auf Demonstranten sind jemenitische Kommandeure, Botschafter und ein Gouverneur zur Opposition übergelaufen, in Sanaa ziehen Panzer auf. Tunesien, Ägypten, Jemen - kippt nun das nächste arabische Land?
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SanaaIm Jemen sind drei Kommandeure des Heeres zur Opposition übergelaufen. Unter ihnen ist der Befehlshaber der Ersten Panzerdivision des Heeres, Generalmajor Ali Mohsen al Ahmar, ein enger Berater von Präsident Ali Abdullah Saleh. Auch die meisten Offiziere aus Al-Ahmars Einheit sollen nun aufseiten der Demonstranten stehen.

Der General, der in den vergangenen Jahren mehrere Offensiven gegen die schiitischen Houthi-Rebellen im Nordwesten des Jemen befehligt hatte, soll gute Kontakte zum Herrscherhaus des Nachbarlandes Saudi-Arabien haben. Seit zwei Jahren berichten Insider über eine Rivalität zwischen Al-Ahmar und Ahmed Salih, einem Sohn des Präsidenten. Al-Ahmar soll schon zahlreiche Attentatsversuche überlebt haben.

Einheiten von al-Ahmars Panzerdivision bezogen am Montag auf einem zentralen Platz in der Hauptstadt Sanaa stationiert. Einheiten der Division wurden am Montag auf einem zentralen Platz in Sanaa stationiert. Dort harren Demonstranten aus, die den Rücktritt Salehs fordern.

Laut Informationen aus dem Verteidigungsministerium schloss sich auch Mohammed Ali Mohsen, der Kommandeur der nordwestlichen Region, den Demonstranten an: „Wir erklären unsere friedliche Unterstützung für die friedliche Revolution der Jugend“, sagte Mohsen in einer vom Fernsehsender Al-Dschasira verbreiteten Erklärung.

Er werde seine Pflicht bei der Sicherung und Stabilisierung der Hauptstadt Sanaa erfüllen, sagte Mohsen. Mohsen und Al-Ahmar gehören dem Stamm von Präsident Salih an und sind mit ihm verwandt. Auch mehrere Botschafter des Jemen und der Gouverneur der Hafenstadt Aden erklärten ihren Rücktritt, meldete der TV-Sender Al-Arabija.

Saleh hatte inmitten der immer lautender werdenden Rücktrittsforderungen gegen ihn am Sonntag den Ausnahmezustand verhängt und sein gesamtes Kabinett entlassen. Offenbar wollte der langjährige Präsident damit einem geplanten Massenrücktritt von Kabinettsmitgliedern zuvorkommen, die gegen sein blutiges Vorgehen gegen regierungskritische Demonstranten protestieren wollten. Scharfschützen hatten am Freitag das Feuer auf Tausende Demonstranten eröffnet und 52 von ihnen getötet.

Vor der Bekanntgabe der Kabinettsentlassung am Sonntag hatten die Ministerin für Menschenrechte und auch der UN-Botschafter des Jemens ihren Rücktritt erklärt. Außerdem schlossen sich Mitglieder von Salehs eigenem Stamm und mehrere religiöse Führer den Forderungen nach seinem Rücktritt an, wodurch der Präsident entscheidend an Rückhalt verlor. Auch die drei übergelaufenen Kommandeure gehören Salehs Haschid-Stamm an.

Die jemenitische Protestbewegung fordert ein Ende der Herrschaft Salehs, der das Land seit mehr als 30 Jahren regiert. Bei den seit einem Monat herrschenden Unruhen im Jemen sind bislang rund 100 Menschen ums Leben gekommen.

Agentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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  • Wo sind die Franzosen, Engländer, Amerikaner ?

    Euch dreien sollte nach den vergangenen 20 Jahren nun folgendes klar geworden sein:
    Wenn ihr letztendlich weiterhin aus Arabien und Nord Afrika Öl beziehen wollt, müßt ihr diese Regionen langfristig besetzen.

    Dazu braucht ihr etwa 3 bis 5 Millionen Soldaten

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