Blutiger Konflikt
Kerry schickt Sondergesandten in den Südsudan

Die Kämpfe im Südsudan nehmen kein Ende. US-Außenminister Kerry forderte Präsident Salva Kiir auf, an einer Lösung des Konflikts zu arbeiten und schickt einen Unterhändler. Hunderte von Menschen verloren ihr Leben.
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WashingtonUS-Außenminister John Kerry hat zu einem Ende der Gewalt im Südsudan aufgerufen. Frieden sei die einzige Option für das afrikanische Land, erklärte er in einer Mitteilung vom Freitagabend. Die Menschen dort hätten zu viele Jahre des Konflikts hinter sich und zu viel geopfert, um jetzt zuzulassen, dass ihr junges Land wieder im Chaos versinke.

Kerry erklärte, er habe den südsudanesischen Präsidenten Salva Kiir am Donnerstagabend angerufen und darauf gedrungen, dass er alle Bürger schütze und auf eine Versöhnung hinarbeite.

"Es ist Zeit, dass die Führer im Südsudan die bewaffneten Gruppen unter ihrer Kontrolle bändigen, die Angriffe auf Zivilisten stoppen und der Eskalation der Gewalt zwischen ethnischen und politischen Gruppen ein Ende setzen", sagte Kerry. Im Südsudan ist vergangene Woche der seit längerem schwelende Machtkampf zwischen Präsident Kiir und seinem früheren Stellvertreter Riek Machar eskaliert. Bei Kämpfen in der Hauptstadt Juba und anderen Landesteilen wurden seitdem hundert Menschen getötet.

Laut UN-Diplomaten erklärte sich Präsident Kiir am Freitag zu einem Dialog mit seinem Rivalen bereit, um den Konflikt in seinem Land zu beenden. Kiir habe "anscheinend zugestimmt, in einen bedingungslosen Dialog zu treten", sagte der französische UN-Botschafter Gérard Araud nach einer Krisensitzung des UN-Sicherheitsrats in New York. Demnach sicherte Kiir dies einer Delegation mehrerer afrikanischer Außenminister zu, die sich in Juba um Vermittlung bemühen.

Der UN-Sicherheitsrat hatte zuvor Kiir und Machar aufgerufen, sich für die Einstellung der Kämpfe und den sofortigen Beginn eines Dialogs einzusetzen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief am Freitag ebenfalls alle Seiten zur Zurückhaltung auf. Tausende Zivilisten sind vor der Gewalt auf UN-Stützpunkte in Juba und anderen Städten geflohen.

Am Donnerstag wurden zwei indische Blauhelmsoldaten und ein Dutzend Zivilisten getötet, als hunderte bewaffnete Männer eines der Lager angriffen.Zudem solle der US-Sondergesandte für den Sudan und den Südsudan in Kürze in die Region reisen, um die Friedensbemühungen zu unterstützen. Bereits zuvor hatte Präsident Barack Obama 45 Soldaten in das Land geschickt, um US-Bürger und -Einrichtungen zu schützen.

Der Südsudan hatte sich nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs 2011 friedlich vom Sudan abgespalten. Im aktuellen Konflikt stehen sich die Volksgruppen der Nuer und der Dinka gegenüber, zu denen auch Präsident Salva Kiir gehört.

Die Gewalt bracht in der Nacht zum Montag aus. Seitdem wurden nach UN-Angaben in Kämpfen zwischen ethnischen Gruppen mehrere Hundert Menschen getötet.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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