Blutiges Wochenende im Irak
Al-Sarkawi ließ Nationalgardisten töten

Zum Massaker an den Rekruten der irakischen Nationalgarde hat sich die Terrorgruppe des Jordaniers al-Sarkawi bekannt. Auf einer Web-Seite verhöhnte sie die Opfer. Insgesamt starben am Wochenende bei Anschlägen und Kämpfen fast 100 Menschen.

HB BAGDAD. Nach Polizeiangaben waren die 49 Männer am Samstag im Osten des Landes in einen Hinterhalt geraten und von Rebellen erschossen worden. Die irakische Polizei fand die Leichen der Rekruten an der Straße von Badrah nach Mandali nahe der iranischen Grenze. 37 von ihnen wurden noch am Samstag, 12 weitere am Sonntag gefunden, wie die Polizei in Bakuba bestätigte.

Die Rebellen hätten die Busse angehalten, die Rekruten aussteigen lassen und sie kaltblütig am Straßenrand erschossen, berichtete die Polizei. Es handelte sich um die bisher opferreichste Guerilla-Attacke gegen die neuen irakischen Sicherheitskräfte. Bisher hatten die Aufständischen in den meisten Fällen Autobomben und Selbstmordattentäter eingesetzt.

In einer Botschaft im Web, die Al-Sarkawis Organisation unter ihrem neuen Namen veröffentlichte, hieß es: „Den Söhnen von El Kaida al-Dschihad fi Bilad al-Rafidain gelang es, die stinkenden Köpfe von 48 Leuten zu ernten, die zur so genannten irakischen Nationalgarde gehörten.“ Außerdem hätten Al-Sarkawis Männer zwei von vier Kleinbussen, in denen die Opfer unterwegs waren, sowie deren Sold erbeutet, hieß es in der Botschaft.

Al-Sarkawis Gruppe hatte vor einer Woche ihre Loyalität zur Terrororganisation El Kaida von Osama bin Laden bekundet. Seitdem tritt sie unter dem neuen Namen El Kaida al-Dschihad fi Bilad al-Rafidain (Basis des Dschihad im Zweistromland) auf. Zuvor hatte sie sich Al-Tawhid wa al-Dschihad (Monotheismus und Dschihad) genannt.

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