Blutiges Wochenende im Irak
Mindestens 35 Tote bei Anschlagsserie in Bagdad

Bei einer der schwersten Anschlagsserien der vergangenen Monate sind in Bagdad über 30 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. In schiitischen Bezirken detonierten mehrere Autobomben.
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BagdadBei einer Serie von Bombenanschlägen sind am Sonntag in der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens 35 Menschen getötet und über 100 weitere verletzt worden. Der heftigste Anschlag erschütterte nach Polizeiangaben die Nachbarschaft Schaab, als ein Selbstmordattentäter seinen Sprenggürtel auf einem belebten Markt zündete und neun Menschen mit sich in den Tod riss. Es gab zudem 25 Verletzte.

Im Stadtbezirk Chasimija sprengte sich ein Attentäter vor einem Kontrollpunkt in seinem Auto in die Luft. Er tötete damit acht Menschen, darunter fünf Zivilisten, und verletzte 23 weitere. Eine weitere Autobombenattacke im Viertel Banook riss sechs Menschen in den Tod und sorgte für 15 weitere Verwundete.

Auch im Stadtviertel Al-Askan ging auf einer Geschäftsstraße eine Autobombe hoch und tötete vier Menschen, die sich im Ramadan nach Sonnenuntergang zum islamischen Fastenbrechen versammelt hatten. Elf Personen wurden verletzt. Im Ortsteil Al-Amal tötete eine Bombe am Straßenrand zwei Menschen und verletzte sieben.

Für die Angriffe übernahm zunächst niemand die Verantwortung. Die Terrormiliz Islamischer Staat befindet sich im Irak vor allem im Norden und Westen des Landes im Kampf mit Sicherheitskräften und Regierungssoldaten.

In der Unruheprovinz Anbar haben sich unterdessen irakische Truppen und schiitische Milizen heftige Kämpfe mit der Terrormiliz Islamischer Staat geliefert. Ein Angriff des IS auf die Stadt Chalidija sei am Freitag zurückgeschlagen worden, sagte der örtliche Abgeordnete Athal al-Fahdawi. Der IS-Radiosender Al-Bajan berichtete hingegen, Kämpfer hätten nach Sprengstoffattentaten mehrere Stellungen in der Stadt besetzt.

Auf beiden Seiten gab es Tote. Al-Fahdawi berichtete, die IS-Kämpfer hätten nach ihrer Flucht zwölf tote Kameraden zurückgelassen. Nach Angaben aus Militärkreisen wurden auch zehn Soldaten getötet. Auch im benachbarten Syrien hielten die Gefechte zwischen dem IS und den Regierungstruppen an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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