Börsenaufsicht
US-Ratingagenturen werden stärker überwacht

Als Konsequenz aus der Finanzkrise will die amerikanische Börsenaufsicht SEC die Arbeit der Ratingagenturen stärker als bisher überwachen. Dafür soll eigens eine Gruppe von Prüfern geschaffen werden.

HB WASHINGTON. SEC-Chefin Mary Schapiro sagte vor einem Finanzausschuss des US-Kongresses, das Prüfergremium solle für Routineuntersuchungen, aber auch für gezielte Nachforschungen zu Aktivitäten der Agenturen eingesetzt werden.

Die Ratingagenturen wie Moody's oder Standard & Poor's bewerten die Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit von Firmen, aber auch von Staaten. Unter anderem geben sie Auskunft über die Qualität von Fonds, Wertpapieren und anderen Finanzprodukten. Die Agenturen werden von zahlreichen Politikern mitverantwortlich für die Finanzkrise gemacht, da sie die Gefahr fauler Wertpapiere unterschätzt hätten.

Schapiro sagte, sie habe ihre Mitarbeiter zudem angewiesen, neue Regularien zu prüfen. Damit solle beispielsweise verhindert werden, dass Kunden der Ratingagenturen von Anbieter zu Anbieter ziehen, bis sie die gewünschte Beurteilung bekommen.

Die Europäische Union beschloss bereits im April, die Ratingagenturen stärker an die Leine zu nehmen. Nach einer neuen Verordnung müssen alle Ratingagenturen, die in der EU tätig sind, auch in der EU registriert und kontrolliert werden. Zudem müssen die Agenturen die Modelle, Methoden und grundlegenden Annahmen, auf die sie ihre Ratings stützen, veröffentlichen. Die Analysten müssen alle vier bis fünf Jahre ihr Aufgabengebiet wechseln. Für Bewertungen, die außerhalb der EU erstellt wurden, werden Regeln eingeführt, die sicherstellen sollen, dass sie den EU-Standards entsprechen.

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