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Bohrungen an Seegrenze: USA und Mexiko rücken dank Öl-Deal zusammen

Während in den USA der Wahlkampf tobt, hat Außenministerin Clinton in Mexiko einen wegweisenden Öl-Deal unter Dach und Fach gebracht. Dank der Vereinbarung bohren die beiden Länder in Grenzgebieten gemeinsam nach Öl.

Am Rande des G-20-Treffens der Außenminister unterzeichnen die US-Außenministerin Clinton und ihre mexikanische Kollegin Espinosa den Öl-Deal. Quelle: AFP
Am Rande des G-20-Treffens der Außenminister unterzeichnen die US-Außenministerin Clinton und ihre mexikanische Kollegin Espinosa den Öl-Deal. Quelle: AFP

Los CabosDie USA und Mexiko haben am Montag ein Abkommen über gemeinsame Öl- und Gasprojekte im Golf von Mexiko unterzeichnet. Demnach sollen Firmen aus den USA und Mexiko zur Zusammenarbeit an Projekten entlang der gemeinsamen Seegrenze angehalten werden.
Das Abkommen unterzeichneten die Außenministerinnen der beiden Länder, Hillary Clinton und Patricia Espinosa, in Anwesenheit des mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón in Los Cabos. In dem an der Pazifikküste im Nordwesten Mexikos gelegenen Ort trafen die Außenminister der 20 wichtigsten Industriestaaten mit ihren Kollegen aus zehn weiteren Staaten zusammen, um unter anderem über Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung zu beraten.

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Öl- und Gaskonzerne


Calderón wertete das Abkommen mit den USA als Schritt zur Überwindung des gegenseitigen Misstrauens. Der staatliche mexikanische Erdölförderer Pemex ist für seine Abneigung gegenüber einer Zusammenarbeit mit gigantischen US-Konzernen bekannt.
Clinton sagte: „Erstmals werden US-Energiefirmen mit Pemex zusammenarbeiten können.“ 1978 hatten beide Länder einen Vertrag über die gemeinsame Seegrenze unterzeichnet.
In den betroffenen Gebieten vermutet Außenministerin Clinton „bemerkenswerte Ölreserven“, die beiden Staaten von Nutzen sein könnten. Doch diese würden sich nicht an Staatsgrenzen halten, was zu Konflikten zwischen den Staaten führen könne.
Ein weiteres Abkommen aus dem Jahr 2000 sah ein zehnjähriges Fördermoratorium in einer Pufferzone mit potenziellen Öl- und Gasvorkommen vor. Nach der Ölpest im Golf von Mexiko im April 2010 hatten sich Calderón und US-Präsident Barack Obama darauf geeinigt, das Moratorium bis Januar 2014 zu verlängern.
Zugleich gab es Verhandlungen über das Ende des Moratoriums, die zur Unterzeichnung des Abkommens am Montag führten.
Mexiko ist der zweitgrößte Öllieferant für die USA, für Mexiko machen die Exporte 14 Prozent des Exportvolumens und fast ein Drittel der Staatseinnahmen aus.

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