Boko Haram
Viele Tote bei Angriff auf Nigerias Sicherheitskräfte

Sicherheitskreise sprechen von 25 Toten: Anhänger der Sekte Boko Haram haben in Nigeria Soldaten und Polizisten angegriffen. Aus Furcht vor Übergriffen verlegt jetzt das Nachbarland Kamerun Einheiten an die Grenze.
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Damaturu/MaiduguriBei einem Angriff radikaler Islamisten auf Kasernen der nigerianischen Sicherheitskräfte sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Wie am Dienstag aus Sicherheitskreisen verlautete, töteten Anhänger der Sekte Boko Haram mindestens 14 Polizisten und 11 Soldaten. Dies berichtete auch ein Augenzeuge. Ein Insider sprach von bis zu 17 Soldaten, die ums Leben gekommen sein könnten.

Der Angriff ereignete sich am Montagabend im Bundesstaat Yobe nicht weit von dem Ort, wo Islamisten im Februar 59 Schüler töteten. Dem Zeugen zufolge setzten die Aufständischen einen Panzerwagen und sechs Geländewagen ein. Sie hätten auf die nebeneinander liegenden Kasernen mit Panzerfäusten geschossen. Die Gebäude seien ebenso wie ein Gericht und der Wohnsitz eines Verwaltungschefs zerstört worden.

Boko Haram kämpft im Norden Nigerias für die Errichtung eines islamischen Staates und hat im vergangenen Jahr Tausende Menschen umgebracht. Die Extremisten haben ein großes Gebiet entlang der Grenze zu Kamerun unter ihrer Kontrolle und greifen von dort aus immer wieder an. Im April nahmen sie mehr als 200 Schülerinnen als Geiseln. Die Mädchen sind bis heute nicht auf freiem Fuß.

Kamerun verlegte unterdessen zum Schutz vor Angriffen durch Boko Haram etwa 1000 Soldaten an die Grenze. Auch gepanzerte Fahrzeuge würden dort stationiert, sagte ein Militärsprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Die Aufgabe der Truppe sei die Aufklärung. Diese sei mit genug Feuerkraft für den Ernstfall ausgerüstet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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