Bombe im russischen Jet
Ein Staatspräsident sinnt auf Rache

Der Absturz der russischen Passagiermaschine über Ägypten ist nach Kreml-Angaben von einer Bombe an Bord verursacht worden. Staatspräsident Wladimir Putin kündigt einen Rachefeldzug an – und macht Frankreich ein Angebot.
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MoskauDer Absturz des russischen Flugzeugs auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten ist nach Einschätzung des russischen Geheimdiensts auf einen Terrorakt zurückzuführen. Eine selbst gebastelte und an Bord gebrachte Bombe habe die Maschine mit 224 Insassen Ende Oktober in der Luft gesprengt, teilte FSB-Chef Alexander Bortnikow dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Dienstag mit. Der russische Geheimdienst hat zudem eine Belohnung von 50 Millionen Dollar für Hinweise zu den Urhebern des Flugzeugabsturzes über Ägypten ausgesetzt.

Die Terrormiliz Islamischer Staat hatte bereits kurz nach dem Absturz erklärt, den Flieger vom Himmel geholt zu haben und dies als Vergeltung für die russischen Luftangriffe auf sie in Syrien bezeichnet. „Ich kann sicher sagen, dass es ein Terrorakt war“, teilte Bortnikow mit. „Unseren Experten zufolge explodierte an Bord eine selbst gebastelte Bombe, die etwa einem Kilogramm TNT entspricht“. Die Explosion habe das Flugzeug in der Luft auseinanderbrechen lassen und erkläre auch, warum die Wrackteile über solch einem großen Gebiet niedergegangen seien.

Russland und auch Ägypten hatten sich nach dem Absturz zunächst lange gegen eine solche Möglichkeit gesträubt, während die USA und Großbritannien relativ schnell eine an Bord geschmuggelte Bombe als Ursache vermuteten. Putin kündigte an, die dafür Verantwortlichen zu stellen. „Wir werden sie überall auf der Welt finden und bestrafen“, sagte der russische Präsident. Die russischen Luftangriffe gegen den IS und andere Gruppen in Syrien müssten nicht nur fortgesetzt, sondern verstärkt werden. Er wies das Verteidigungsministerium und Generäle an, Vorschläge zu unterbreiten, wie der russische Einsatz modifiziert werden könne.

Russland, ein enger Verbündeter von Syriens Präsident Baschar al-Assad, fliegt seit Ende September Luftangriffe auf Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat und nach Einschätzung westlicher Länder auch auf gemäßigte Rebellen. Russische Kampfflugzeuge griffen am Dienstag nach französischen Regierungsangaben IS-Ziele in Rakka an. Russland hatte Kampfflugzeuge zur Unterstützung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad entsandt.

Zudem ordnete Putin einen gemeinsamen Einsatz seiner Streitkräfte mit Frankreich gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien an. Die Franzosen sollten wie Verbündete behandelt werden, erklärte er am Dienstag in Moskau. Den Befehl richtete er vor allem an den Kapitän des Kreuzers „Moskwa“ im Mittelmeer. „In nächster Zeit kommt ein Verband der französischen Kriegsmarine, angeführt von einem Flugzeugträger, in Ihr Operationsgebiet. Nehmen Sie direkten Kontakt mit den Franzosen auf und arbeiten Sie mit ihnen wie mit Verbündeten!“, sagte Putin nach Angaben der Agentur Tass.

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  • Putin legt Finger in die Wunde: Viele Staaten haben Islamisten finanziert"
    Gerade gelesen, warum wundert mich das nicht ?

  • @Arjuna Shiva: Sehr gut auf den Punkt gebracht. => Cowboyjargon von Leuten mit aufgeblasener dicker Hose und nichts drin. Wenn die mit in den von ihnen selbst propagierten Dreck müssten wird da nichts kommen, da nur Schreiberlinge.

  • Weil Putin an Hand von Fakten entschiedet. Im Gegensatz zur US Botschafterin Merkel. Die macht nur das, was ihr Chef Obimba will. 2016 wird sie fallen.

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