Bombe im russischen Jet

Ein Staatspräsident sinnt auf Rache

Der Absturz der russischen Passagiermaschine über Ägypten ist nach Kreml-Angaben von einer Bombe an Bord verursacht worden. Staatspräsident Wladimir Putin kündigt einen Rachefeldzug an – und macht Frankreich ein Angebot.
Update: 17.11.2015 - 16:02 Uhr 33 Kommentare
Die russische Passagiermaschine war am 1. November mit 224 Menschen an Bord abgestürzt. Quelle: dpa
Wrackteile

Die russische Passagiermaschine war am 1. November mit 224 Menschen an Bord abgestürzt.

(Foto: dpa)

MoskauDer Absturz des russischen Flugzeugs auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten ist nach Einschätzung des russischen Geheimdiensts auf einen Terrorakt zurückzuführen. Eine selbst gebastelte und an Bord gebrachte Bombe habe die Maschine mit 224 Insassen Ende Oktober in der Luft gesprengt, teilte FSB-Chef Alexander Bortnikow dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Dienstag mit. Der russische Geheimdienst hat zudem eine Belohnung von 50 Millionen Dollar für Hinweise zu den Urhebern des Flugzeugabsturzes über Ägypten ausgesetzt.

Die Terrormiliz Islamischer Staat hatte bereits kurz nach dem Absturz erklärt, den Flieger vom Himmel geholt zu haben und dies als Vergeltung für die russischen Luftangriffe auf sie in Syrien bezeichnet. „Ich kann sicher sagen, dass es ein Terrorakt war“, teilte Bortnikow mit. „Unseren Experten zufolge explodierte an Bord eine selbst gebastelte Bombe, die etwa einem Kilogramm TNT entspricht“. Die Explosion habe das Flugzeug in der Luft auseinanderbrechen lassen und erkläre auch, warum die Wrackteile über solch einem großen Gebiet niedergegangen seien.

Russland und auch Ägypten hatten sich nach dem Absturz zunächst lange gegen eine solche Möglichkeit gesträubt, während die USA und Großbritannien relativ schnell eine an Bord geschmuggelte Bombe als Ursache vermuteten. Putin kündigte an, die dafür Verantwortlichen zu stellen. „Wir werden sie überall auf der Welt finden und bestrafen“, sagte der russische Präsident. Die russischen Luftangriffe gegen den IS und andere Gruppen in Syrien müssten nicht nur fortgesetzt, sondern verstärkt werden. Er wies das Verteidigungsministerium und Generäle an, Vorschläge zu unterbreiten, wie der russische Einsatz modifiziert werden könne.

Russland, ein enger Verbündeter von Syriens Präsident Baschar al-Assad, fliegt seit Ende September Luftangriffe auf Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat und nach Einschätzung westlicher Länder auch auf gemäßigte Rebellen. Russische Kampfflugzeuge griffen am Dienstag nach französischen Regierungsangaben IS-Ziele in Rakka an. Russland hatte Kampfflugzeuge zur Unterstützung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad entsandt.

Zudem ordnete Putin einen gemeinsamen Einsatz seiner Streitkräfte mit Frankreich gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien an. Die Franzosen sollten wie Verbündete behandelt werden, erklärte er am Dienstag in Moskau. Den Befehl richtete er vor allem an den Kapitän des Kreuzers „Moskwa“ im Mittelmeer. „In nächster Zeit kommt ein Verband der französischen Kriegsmarine, angeführt von einem Flugzeugträger, in Ihr Operationsgebiet. Nehmen Sie direkten Kontakt mit den Franzosen auf und arbeiten Sie mit ihnen wie mit Verbündeten!“, sagte Putin nach Angaben der Agentur Tass.

Festnahmen in Ägypten
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33 Kommentare zu "Bombe im russischen Jet: Ein Staatspräsident sinnt auf Rache"

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  • Putin legt Finger in die Wunde: Viele Staaten haben Islamisten finanziert"
    Gerade gelesen, warum wundert mich das nicht ?

  • @Arjuna Shiva: Sehr gut auf den Punkt gebracht. => Cowboyjargon von Leuten mit aufgeblasener dicker Hose und nichts drin. Wenn die mit in den von ihnen selbst propagierten Dreck müssten wird da nichts kommen, da nur Schreiberlinge.

  • Weil Putin an Hand von Fakten entschiedet. Im Gegensatz zur US Botschafterin Merkel. Die macht nur das, was ihr Chef Obimba will. 2016 wird sie fallen.

  • Putin macht einen super Job. Dagegen ist unsere US Botschafterin Merkel total überfordert. Wir brauchen in D einen Putin, der mit Fähnchenschwenkern u. sogenannten Asylräten gnadenlos aufräumt u. diese Mischpoke einer originären Arbeit zuführt.

  • Nun gut. Die Terrorakte sind brutal, steinzeitlich und nicht menschlich. Sie betreffen uns, weil sie direkt vor unserer Haustüre geschehen. Wenn in den letzten Jahren von Selbstmordattentätern im Irak berichtet wurde, hat man das registriert aber nicht weiter Ernst genommen.
    Ich bin bei allen Angehörigen der Opfer, da sie mit dem Verlust ihrer Liebsten klar kommen müssen.
    Zum Flugzeugabsturz muss ich sagen, dass ich seit jeher islamisch geprägte Staaten meide, weil es dort immer wieder solche ... (Ich schreibe den Ausdruck lieber nicht) gibt, die radikalisiert wurden und es den "bösen" Zionisten heimzahlen wollen ...
    Deshalb gibt es da nur die Lösung, diese Länder zu meiden und versuchen die hier wohnenden - gemäßigten Muslime - zu integrieren und zu zeigen, dass Religion eigentlich bedeutet, andere Menschen zu akzeptieren/respektieren/tolerieren, egal welcher Gesinnung man ist.

  • Also, ich finde den Putin Klasse. Der setzt sich für seine Bevölkerung ein.

    Das krasse Gegenteil, der Ami-Kuckuck Merkel, den man uns ins Nest gesetzt hat.

    Bedient primär US-Interessen, dann die Interessen der Finanzindustrie und letztendlich ihre eigenen Machterhaltungs-Interessen.
    Echt eklig, das Ganze.

  • Mein ist die Rache - spricht Putin
    ---------------------
    Der Absturz der russischen Passagiermaschine über Ägypten ist nach Kreml-Angaben von einer Bombe an Bord verursacht worden. Staatspräsident Wladimir Putin kündigt einen Rachefeldzug an – und macht Frankreich ein Angebot.

    Jetzt war ea also doch eine Bombe.
    Bisher bestand Putin immer darauf, dass es sich um ein technisches Versagen gehandelt haben soll.
    Warum jetzt der Gesinnungswechsel?

  • Mein ist die Rache, spricht der Herr! Rache ist immer schlecht - Putin hat dieses Wort auch nicht
    benutzt - warum steht es im Titel? Bestrafung ist richtig und notwendig, so die Schuldigen denn
    gefunden werden. Schuldiger als die Taeter sind die Hintermaenner und man weiss, wo die
    stecken - aber das Problem loest man damit nicht. Ausser den zu beklagenden Toten (mehr
    als in Paris!) sind auch die aegyptischen Arbeiter und ihre Familien Opfer. Aber das wollen die
    Terroristen natuerlich - je schlechter es denen geht, umso eher sind sie zu radikalisieren.

  • Ist jetzt im Beraterstab von Altmaier. Das Kanzleramt brauchte einen Experten.

  • Putin macht einen super Job. Wenn ich da unsere US Botschafterin Merkel anschaue ... könnte ich kotzen. Merkel wird 2016 fallen.

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