Bombe in Kabul
Anschlag sollte offenbar deutsche Botschaft direkt treffen

Der Bombenanschlag von Kabul sollte eigentlich die deutsche Botschaft direkt treffen. Einem Bericht zufolge wollte der Fahrer des Tanklasters in den Vorhof gelangen. Doch ein aufmerksamer Wachmann verhinderte das.
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BerlinDer verheerende Bombenanschlag von Kabul mit 160 Toten und über 450 Verletzten aus der Vorwoche sollte nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“ gezielt die deutsche Botschaft treffen. Einem aufmerksamen Wachmann sei es zu verdanken, dass die deutschen Diplomaten und ihre Mitarbeiter durch splitternde Scheiben nur Schnittwunden erlitten, berichtet das Magazin unter Verweis auf ein „erstes Fazit deutscher Sicherheitsbehörden“ und einen ersten Untersuchungsbericht.

Der Wachmann habe am Morgen einen Tanklaster angehalten, der Zufahrt zur Botschaft verlangte, um dort Altwasser abzupumpen. Nachfragen des Wachpostens über Funk hätten ergeben, dass ein Tankeinsatz in der Botschaft nicht vereinbart worden sei, schreibt der „Focus“ unter Berufung auf den Untersuchungsbericht. Personen- und Objektschützer innerhalb der Botschaft hätten daraufhin zu größter Vorsicht geraten. Als der Hausmeister zu dem nur 50 Meter vor der Einfahrt stehenden Tanklaster gehen wollte, um die Lage zu klären, habe der Attentäter die rund 1.000 Kilogramm schwere Sprengladung gezündet.

„Wäre der Tanklastzug auf den Vorhof der Botschaft gelangt und dort explodiert, dann wären alle Menschen in dem Gebäude getötet worden“, zitierte der „Focus“ einen hohen Berliner Regierungsbeamten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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