Bombe unter Truppentransporter detoniert
Russische Soldaten in Tschetschenien getötet

In Tschetschenien sind am Mittwoch bei einem Bombenanschlag Medienberichten zufolge fünf russische Soldaten getötet worden. Die Bombe sei bei Vedeno südöstlich der Hauptstadt Grosny unter einem gepanzerten Truppentransporter detoniert, meldete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf russische Militärkreise in Tschetschenien.

Reuters MOSKAU. Drei weitere Soldaten seien verletzt worden. Die Bombe sei per Fernsteuerung gezündet worden. Sicherheitskräfte suchten nach den Angreifern. Obwohl fast täglich russische Soldaten und Polizisten durch Angriffe tschetschenischer Rebellen getötet werden, verweigert die Regierung in Moskau Gespräche mit den separatischen Anführern. Sie hält an einem Friedensplan fest, der für den 5. Oktober eine regionale Präsidentenwahl vorsieht.

Die Föderationsrepublik Tschetschenien betrachtet sich seit 1991 als unabhängiger Stadt. Russland war es im ersten Tschetschenien-Krieg 1994 bis 1996 nicht gelungen, die Kontrolle über die Republik im Kaukasus wiederzuerlangen. Während der faktischen Unabhängigkeit Tschetscheniens wurde Aslan Maschadow zum Präsidenten gewählt, mit Beginn des zweiten Tschetschenien-Krieges 1999 aber von Russland entmachtet.

Im Kampf für die Unabhängigkeit setzen die Rebellen Selbstmordattentäter innerhalb und außerhalb von Tschetschenien ein. Im vergangenen Monat töteten zwei Selbstmordattentäterinnen bei einem Rockkonzert in Moskau 15 Menschen. Im Oktober 2002 hatten tschetschenische Rebellen mehrere Tage lang mehr als 700 Menschen in einem Moskauer Theater festgehalten. Bei der Erstürmung des Gebäudes durch Sicherheitskräfte starben fast 130 Geiseln und rund 40 Geiselnehmer.

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