Bomben in Mumbai
„Das war ein koordinierter Anschlag von Terroristen“

Nach den Bombenexplosionen in Mumbai herrscht höchste Alarmbereitschaft. Bundeskanzlerin Merkel, US-Präsident Obama und die UNO verurteilen die Anschläge. Sind die Täter womöglich Radikalislamisten?
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MumbaiMehr als zweieinhalb Jahre nach der verheerenden Terrorserie im westindischen Mumbai ist die Finanzmetropole erneut von Anschlägen erschüttert worden. Mindestens 21 Menschen seien getötet worden, als am Mittwoch in drei Stadtteilen Sprengsätze explodierten, sagte ein Sprecher der Einsatzzentrale der Polizei.

Mindestens 120 Verletzte würden in Krankenhäusern behandelt. Einige von ihnen befänden sich in kritischem Zustand. Ein Sprecher der Landesregierung bestätigte gegenüber Medien den Tod von 21 Menschen.

„Das war ein koordinierter Anschlag von Terroristen“, sagte Innenminister Palaniappan Chidambaram vor Reportern in Neu Delhi. Die Sicherheitskräfte in Mumbai und anderen Großstädten seien in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden. Anti-Terroreinheiten aus anderen Bundesstaaten seien auf dem Weg nach Mumbai.

„Gegenwärtig gibt es keine Anzeichen für eine weitere Bedrohung“, erklärte Chidambaram. Zu möglichen Attentätern machte er keine Angaben. In indischen Medien wurde über eine Verwicklung radikaler Islamisten spekuliert.

Den Medienberichten zufolge explodierten die Sprengsätze innerhalb von 15 Minuten in belebten Wohn- und Geschäftsvierteln im Süden und Westen der Stadt. Eine der Bomben sei an einer Bushaltestelle im westlichen Bezirk Dadar detoniert, die anderen in den Vierteln Zaveri Bazar und Opera House, beides Zentren der Schmuckindustrie. Zum Zeitpunkt der Anschläge gegen 19 Uhr Ortszeit waren auf den Straßen der Millionenmetropole zahlreiche Menschen unterwegs. Viele kamen von der Arbeit oder erledigten ihre Einkäufe.

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