Bombenanschlag auf französisches Flugzeug im Jahr 1989: Libyen entschädigt Anschlagsopfer

Bombenanschlag auf französisches Flugzeug im Jahr 1989
Libyen entschädigt Anschlagsopfer

Rund 14 Jahre nach dem Bombenanschlag auf ein französisches Flugzeug im Jahr 1989 haben sich Libyen und Frankreich auf eine Entschädigung für die Familien der 170 Todesopfer geeinigt.

HB PARIS. „Die wesentlichen Details sind geklärt“, sagte Guillaume Denoix de Saint Marc, einer der Vertreter der Angehörigen, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Vereinbarung werde vermutlich am Freitag in Paris unterzeichnet. Zusätzlich zu den bereits entrichteten 34 Mill. Dollar Entschädigung zahle Libyen nun 170 Mill. Dollar, sagte eine Sprecherin des Oberhauses des französischen Parlamentes. Die Maschine der Fluglinie UTA war vor 15 Jahren nach einem Anschlag über dem westafrikanischen Niger abgestürzt.

Denoix, der selbst seinen Vater bei dem Anschlag verloren hatte, nannte keine Einzelheiten der Einigung. Zuvor hatte die Parlamentssprecherin gesagt, der derzeit in Frankreich weilende libysche Außenminister Mohamed Abderrhmane Chalgam habe dem Präsident des Oberhauses Christian Poncelet zugesichert, dass der Streit am Freitag beigelegt werde.

Das Geld wird voraussichtlich unter den Hinterbliebenen verteilt. Die Toten stammten aus 17 Ländern, darunter die USA, Großbritannien, Italien und mehrere afrikanische Länder.

Frankreich hatte verlangt, dass eine Einigung im Streit um die Entschädigung Teil einer Aussöhnung zwischen Libyen und dem Westen sein müsse. Libyen hatte im Dezember zugesagt, seine verbotenen Programme für Massenvernichtungswaffen aufzugeben. Bereits im vergangenen Jahr hatte Libyen 2,7 Mrd. Dollar Entschädigung für die Hinterbliebenen der 270 Opfer zugesagt, die 1988 beim Anschlag auf eine PanAm-Maschine über dem schottischen Lockerbie getötet wurden. Daraufhin hatte Frankreich eine höhere Entschädigung für die Hinterbliebenen der Opfer des Anschlags auf die UTA-Maschine verlangt.

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